Historische Chance auf Grünraum im Westbahnofviertel

Veröffentlicht am 7. November 2022 um 12:55

Wir setzen auf sogenannte "Brown Fields", wie zum Beispiel die Nachnutzung künftig nicht mehr benötigter ÖBB-Lagerflächen am Areal des Westbahnhofs in einer Dimension von rund 6 ha. Mein Fokus liegt klar auf der Schaffung von neuem, attraktiven Grünraum im so dicht verbauten Gebiet im 15. Bezirk. In Kürze starten Spaziergänge und Veranstaltungen für die Anrainer*innen. 

Westbahnhofviertel, v.l.n.r.: Dietmar Baurecht, Ulli Sima und Silvia Angelo / Foto: (c) PID / Christian Fürthner

Ob Nordbahnhof, Nordwestbahnhof, das Sonnwendviertel oder das „Neue Landgut“ in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof: Die Stadt Wien nutzt seit vielen Jahren ehemalige Bahnhofsareale und entwickelt moderne und klimafitte Stadtviertel mit großen Grün- und Freiflächen wie beispielsweise dem Helmut-Zilk-Park am Hauptbahnhof oder der Freien Mitte am Nordbahnhof.

 

Dank der Nachnutzung von brachliegenden Flächen, der sogenannten „brownfields“, wird kein zusätzlicher Boden versiegelt, im Gegenteil, Flächen werden entsiegelt und neuer Grün- und Freiraum kann entstehen.

 

In diese Strategie der Stadtplanung passt auch perfekt die Nachnutzung künftig nicht mehr benötigter Lagerflächen am Areal des Westbahnhofs in einer Dimension von rund 6 ha. Diese Flächen befinden sich im Besitz der ÖBB und werden unter Berücksichtigung der angrenzenden Eisenbahnanlagen und des laufenden Bahnbetriebs in der Nähe entwickelt.  Unser Schwerpunkt liegt klar auf neuen, großräumigen Grünräumen im so dicht bebauten Gebiet. Denn der 15. Bezirk hat im Gebiet rund um den Westbahnhof nur wenige Grünanlagen, wie etwa den Auer-Welsbach-Park oder den Reithofferpark. Wir wollen daher im Rahmen der Stadtentwicklung die historische Chance nun nützen, hier einen neuen, großen und einzigartigen Grünraum im Westen Wiens zu gestalten und damit das gesamte Gebiet entschieden attraktiveren. Der Westbahnhof selbst wird weiterhin seine wichtige Rolle für den Bahnverkehr in Wien behalten und ist nicht von den Planungen betroffen.

 

Aktuell läuft ein breiter Beteiligungsprozess, in dem die Planungen mit den Bedürfnissen und Wünschen der Bürger*innen in Einklang gebracht werden sollen.

 

Dazu denkt die Stadt größer: Im Planungsgebiet rund um das Bahnareal leben über 21.000 Menschen. Von der Märzstraße im Norden und der Mariahilfer Straße bzw. Linzer Straße im Süden, vom Neubaugürtel im Osten und der Sturzgasse im Westen zählt es zu den dicht besiedelten Gebieten der Stadt, für das jetzt neue Perspektiven entwickelt werden sollen. Die Ergebnisse dieses Beteiligungsprozesses fließen in ein sogenanntes Stadtteilentwicklungskonzept (SEK) ein, das im Sommer nächsten Jahres vorliegen soll. Ich freue mich wirklich über dieses spannende Projekt, das in der Tat eine historische Chance für mehr Grünraum im 15. Bezirk bedeutet, wir halten euch am Laufenden.


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