E-Leih-Scooter: Stolperfallen gehören bald der Vergangenheit an!

Veröffentlicht am 7. Dezember 2022 um 10:32

Alles neu bei den Scootern! Wir stellen das Leih-E-Scooter-System im nächstem Jahr auf völlig neue Beine. Das klare Ziel: Missständen und Beschwerden – besonders über unsachgemäß abgestellte Roller – ein Ende zu setzen. Gleichzeitig wollen wir das Angebot dort, wo Bedarf besteht, verbessern - etwa um von der Öffi-Endhaltestelle nach Hause zu kommen, also um die berühmte „last mile“ zu bedienen.

 

Mein Ziel ist es, den überall herumliegenden Rollern einen Riegel vorzuschieben. Unsere Analysen zeigen uns, wo es den größten Ärger gibt. Hier schreiten wir ein und sorgen dafür, dass Stolperfallen bald der Vergangenheit angehören und Gehsteige künftig frei bleiben!

Mit diesen Maßnahmen wollen wir in Sachen Scooter durchgreifen:

  • Scooter-Höchstzahlen: Wo derzeit ein Überangebot besteht und sich die Beschwerden häufen, wird die Scooter-Anzahl durch Vergabe fixer Höchstzahlen reduziert (innere Bezirke + 20. Bezirk)
  • Kein Parken am Gehsteig! Ein Abstellen auf Gehsteigen ist künftig nicht mehr gestattet.
  • Digitale 24-h-Kontrolle: Ein Digitales Dashboard ermöglicht die Kontrolle jedes einzelnen Scooters zu jeder Zeit per GPS „vom Schreibtisch aus“ – auch rückwirkend! – und macht damit ein konsequentes Strafen für illegal abgestellte Roller möglich.
  • Verstärkte Vor-Ort-Kontrollen: Betreiber müssen mit eigenen „Ordnerdiensten“ für sachgemäß abgestellte Roller sorgen – sonst drohen Strafen. Auch die sogenannten „Park-Sheriffs“ kontrollieren künftig die Einhaltung der Regeln vor Ort.
  • Sperrzonen: Bestimmte Hotspots, an denen sich Beschwerden häufen, werden für Scooter gesperrt – ein Einfahren in Sperrzonen ist nicht mehr möglich, die Scooter werden technisch „ausgebremst“.
  • Mehr fixe Abstellflächen: Scooter-Stationen werden im ganzen Stadtgebiet ausgebaut – besonders an problematischen „Hotspots“. Ein Abstellen innerhalb von 100 Metern um die Stationen wird technisch unmöglich gemacht.

Heute stehen die Scooter oft dort herum, wo sie nicht gebraucht werden und fehlen, wo es Bedarf gibt – das wollen wir rasch ändern! Mit der neuen Scooter-Strategie sorgen wir dafür, dass das Scooter-Chaos auf den Gehsteigen bald ein Ende hat. Gleichzeitig soll das klimafreundliche Sharing-Angebot attraktiver gemacht und das Angebot dort, wo Bedarf besteht, verbessert werden.  Die Analyse zeigt: In den inneren Bezirken gibt es ein überbordendes Angebot an Leih-E-Scootern und eine hohe Anzahl an Beschwerden über herumstehende Roller - hier soll das Angebot daher reduziert werden!  

 

Für die inneren Bezirke wird es nun folgende Höchstzahlen geben:

  • Innere Stadt: Hier dürfen künftig maximal 500 Scooter insgesamt stehen (bisher: 5 x 500 Scooter = 2.500 Scooter)
  • Bezirke 2 bis 9 & 20. Bezirk: Hier gibt es eine Beschränkung auf insgesamt 500 Scooter (bisher: 5 x 500 Scooter = 2.500 Scooter)

 

In den äußeren Bezirken ist die Situation differenziert zu betrachten, nämlich bedarfsorientiert. Auch hier gibt es Hotspots, wo sich Beschwerden häufen, etwa rund um große Verkehrsknotenpunkte. Die aktuelle Situation ist unbefriedigend durchaus mit jener in der Innenstadt vergleichbar. Hier soll eingegriffen werden durch mehr verpflichtend zu nutzende Abstellflächen, verbesserte Kontrollmöglichkeiten und die Einrichtung von Sperrzonen. In den Gebieten stadtauswärts, an den äußeren Rändern der Stadt, ist das Angebot dagegen oft nicht ausreichend und soll dort, wo es dringend gebraucht wird, verbessert werden - etwa an den Endhaltestellen von U-Bahnen und Straßenbahnen. Das wird ein wichtiges Kriterium bei der neuen Vergabe sein.