Riesen Erfolg der Hundekotmaßnahmen in Wien! – Studie belegt schwarz auf weiss: Hundebesitzer nehmen unsere Angebote an!
(Alle Fakten zur Analyse unserer Hundekotmaßnahmen in einem Videomitschnitt der pressekonzerenz)
Unglaubliche 47.200 Stück Hundekotsackerl mit eindeutigem Inhalt finden täglich ihren Weg in Wiens Mistkübeln, pro Jahr sind dies 17,2 Mio volle Sackerl. Ich freue mich über den bisherigen Erfolg unserer Maßnahmen, den eine aktuelle Studie be-legt. 93 % aller „Sackerl fürs Gackerl“ in Wiens Mistkübeln stammen aus den Sackerlspendern der Stadt Wien.
3,1 Tonnen Hundekot pro Tag
Durch umfassender Mistkübel- und Hundesackerlanalysen wurden die Maßnahmen von einem externen technischen Büro analysiert. Jährlich werden in Wien laut aktueller Studie 1.135 Tonnen Hundekot in den Sackerln gesammelt, pro Tag sind es 3,1 Tonnen, die ordnungsgemäß in den Mistkübeln entsorgt werden.
Die Problematik des Hundekots ist in Wien deutlich besser geworden und wir freuen uns über den großen Erfolg, wir werden dran bleiben, um auch die letzten schwarzen Schafe unter den Hundebesitzern von ihren Pflichten zu überzeugen.
Die Stadt Wien stellt pro Jahr rund 20 Mio. Sackerl in den 2.450 Sackerlspendern kostenlos zur Verfügung, daneben gibt es Bewusstseinskampagnen und schließlich strenge Kontrollen der Sauberkeitsspielregeln durch die WasteWatcher.
Analyse von 1.800 kg Papierkorbinhalt mit 5.000 Hundekotsackerln
Walter Hauer, Geschäftsführer vom Technisches Büro Hauer Umweltwirtschaft GmbH, hat im März mit statistischen Methoden Abfallanalysen gemäß ÖNORM S 2097 vorgenommen. Als Grundgesamtheit wurden alle 21.000 Papierkörbe der MA 48 und der MA 42 (Wiener Stadtgärten) herangezogen. Nach dem Zufallsprinzip wurden Proben in 24 Parkanlagen und 11 Kehrbezirksbereichen außerhalb der Parks – über ganz Wien verteilt – entnommen. Insgesamt wurden 258 Stichproben in Parkanlagen und in Hundezonen, weiters aus Papierkörben direkt bei Dogstations als auch aus verschiedenen Behältern der MA 48 gezogen. Da mit unterschiedlicher Konzentration an erfasstem Hundkot in Parks, Hundezonen und im Bereich von Sa-ckerlspendern gerechnet wurde, wurde eine Schichtung der Grundgesamtheit in 5 Kategorien vorgenommen.

In der Folge wurde der Inhalt der ausgesuchten Papierkörbe eine ganze Woche lang erfasst, beschriftet und zum Analyseort gebracht. Dort wurden alle Säcke nach Standorten sortiert und die Anzahl der gefüllten Hundekotsackerl ermittelt. Ingesamt wurden rund 1.800 kg Papierkorbinhalte analysiert und dabei mehr als 5.000 gefüllte Hundekotsackerl gezählt.
Diese Ergebnisse der einzelnen Kategorien wurde schließlich auf die Gesamtheit der städtischen Mistkübel hochgerechnet. Nicht analysiert wurden Behälter, die nicht in der Verwaltung der MA 48 oder der Wiener Stadtgärten liegen, wie etwa jene der Bundesgärten, private Behälter oder Mistkübel auf der Donauinsel, die von der MA 45 betreut werden sowie Restmüllbehälter.
Stichhaltige und gesicherte Daten
Die gemessene Sammelmenge stellt daher einen gesicherten Mindestwert dar, der in der Realität sicher übertroffen, keinesfalls unterschritten wird. Die Hochrechnung der Hundekotmenge, die von den HundebesitzerInnen in die Mistkübel eingebracht wird, wurde aufgrund des ermittelten Durschnittsgewichtes von 66 g pro Gackerl vorgenommen.
Kombination von Sackerlspender und Mistkübel am beliebtes-ten
Die umfassenden Analysen zeigen, dass ein signifikanter Unterschied zwischen den „normalen“ Standorten der MA 42 in den Parkanlagen und den Standorten in den 113 Hundezonen besteht, hier werden doppelt so viele Sackerl eingeworfen als an anderen Standorten. Auch besteht ein enormer Unterschied zwischen den „normalen“ Hängepapierkörben der MA 48 und jenen direkt bei Sackerlspendern. Es zeigt sich, dass die Kombination von Sackerlspender mit Mistkübel am sinnvollsten ist, diese werden von den Hundebesitzern am besten angenommen.
Analysiert wurde auch die Herkunft der verwendeten Hundekotsackerl. 93 % der Sackerl stammen aus den Spendern der Stadt Wien, nur 7 % der Hundebesitzer verwenden eigene Sackerl. Der überwiegende Teil der bereitgestellten Sackerl landet wie vorgesehen in den dafür vorgesehenen Mistkübeln. Täglich über 47.000 Sackerl bei 52.000 gemeldeten Hunden sprechen eine eindeutige Sprache. Der von uns be-triebene Aufwand für mehr Lebensqualität der WienerInnen und eine noch sauberere Stadt lohnt sich!
Breites Angebot und strenge Kontrollen der WasteWatcher wirken
Wir hat im Jahr 2005 mit der Intensivierung des Kampfs gegen den Hundekot begonnen, damals gab es 25 Hundesackerlautomaten und die ersten Bewusstseinskampagnen. 2007 wurde mit der „Aktion Saubere Stadt“ das Service-Angebot enorm ausgeweitet, mittlerweilen wurden fast 2.500 Sackerlautomaten installiert. Mit den legendären Hunde-Wiesensteckern mit der Aufschrift „Nimm ein Sackerl für mein Gackerl“ und in der Folge mit „Sind dir 36 Euro Wurst?“ wurde Bewusstsein direkt in den beliebten „Tatorten“ geschaffen. Kürzlich wurde der 100.000.e Hundestecker ausgesteckt und erinnert die Hundebesitzer daran, dass das Nichtwegräumen 36 Euro kostet, im Falle von Anzeigen bis zu 1.000 Euro drohen.
Seit 1. Februar 2008 kontrollieren die WasteWatcher die Verpflichtungen der Hundebesitzer und haben seither knapp 2.300 Amtshandlungen, davon 1.300 Strafen, allein in Sachen Hundekot getätigt. Wir sind mit unseren vielen Maßnahmen auf Erfolgskurs, die Situation ist deutlich besser geworden, der Großteil der Hundebesitzer hält sich bereits an die Sauberkeitsspielregeln.
Hundekotkontrollen der WasteWatcher seit 1.2.08 – Rund 30 % aller Amtshandlun-gen betreffen den Hundekot:

Große Zustimmung der Bevölkerung
Auch die Bevölkerung honoriert die Verbesserungen in Sachen Hundekot. Eine aktuelle IFES-Umfrage vom April 2010 belegt, dass nur 14 % der Befragten bislang nicht wahrgenommen haben, dass Hundebesitzer den Kot ihrer Hunde entfernt haben, 85 % haben dies sowohl bereits in ihrer eigenen Umgebung gesehen. Auch die Waste-Watcher erfreuen sich enormer Beliebtheit, 87 % halten sie laut neuester Umfrage für eine gute Einrichtung, was für eine Straftruppe ein sensationeller Wert ist. Wir werden dran bleiben, um auch die letzen Uneinsichtigen zu überzeugen. Die aktuelle Studie zeigt einmal mehr, dass unsere Maßnahmen greifen, die Hundebesitzer unser Angebot annehmen und die Sackerl nicht zweckentfremdet werden, wie von besonders originellen Oppositionsparteien kürzlich behauptet wurde.
































