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Erfolgsmodell Hundeführschein in Wien

63 % weniger Bisse von Listenhunden nach Einführung des verpflichtenden Hundeführscheins

Eine Erfolgsbilanz zur Einführung des verpflichtenden Hundeführscheins für sogenannte „Kampfhunde“ zieht Tierschutzstadträtin Ulli Sima drei Jahre nach Einführung der Maßnahme. „Um ganze 63 % sind die Bisse durch die Listenhunde in den letzten 3 Jahren zurückgegangen. Das zeigt eine externe Evaluierung durch die Veterinärmedizinische Universität Wien. Wir haben nun gesichertes Datenmaterial, das belegt, wie sinnvoll und wie erfolgreich der verpflichtende Wiener Hundeführschein ist“, so Sima.

Erfreulich ist auch, dass die generelle Anzahl von Hundebissen in den letzten drei Jahren um 57 % gesunken ist – zurückzuführen ist dies auf die Vielzahl von bewusstseinsbildenden Maßnahmen der Stadt für Hund, Herrchen und Frauchen. „Wir setzen auf das Miteinander von Mensch und Hund in der Großstadt und werden dies natürlich auch künftig tun. Dazu gehört ein breites Angebot für die HundebesitzerInnen als auch strenge Kontrollen der gesetzlichen Regelungen“, so Sima.

89 % der Wienerinnen und Wiener für den verpflichtenden Hundeführschein
Der verpflichtende Hundeführschein (HFS) wurde bei der Volksbefragung im Jahr 2010 von 89 % der Wienerinnen und Wiener gefordert, mit 1. Juli 2010 wurde er umgesetzt. Nun wurde die Maßnahme wissenschaftlich evaluiert. Durchgeführt wurde die externe Evaluierung von Mag. Dr. Alexander Tichy vom Institut für Bioinformatik und Biostatistik der Veterinärmedizinischen Universität Wien:
„Die in den letzten drei Jahren beobachtete Reduktion an Bissvorfällen ist auf die Einführung des Hundeführscheins zurückzuführen, sie geht weit über die statistisch erwartbare Schwankungsbreite hinaus.“

Untersucht wurden dabei behördlich bekannte Bissvorfälle in zwei Zeiträumen: Im Zeitraum zwischen 1. Juli 2007 und dem 30. Juni 2010 (Zeitraum A) – also vor Inkrafttreten des verpflichtenden Hundeführscheins. Schließlich wurden diesen Zahlen dann mit jenen aus dem Zeitraum vom 1. Juli 2010 bis zum 30. Juni 2013 (Zeitraum B) verglichen.

Die – erfreulichen – Ergebnisse im Detail:

• Die Anzahl ALLER Bissvorfälle in Wien ist im Vergleichszeitraum um mehr als die Hälfte (57%) zurückgegangen (von 967 auf 416). – siehe Grafik 2
• Dies erklärt sich aus den vielen Maßnahmen für ein friedliches Miteinander zwischen Mensch und Hund in Wien: wie etwa der freiwillige Hundeführschein, die Schulhund-Angebote, bei denen im Jahr über 4000 Kinder eine von der Stadt Wien finanzierte Schulstunde der besonderen Art mit einem vierbeinigen Lehrer finanziert bekommen. Weiters die vielen Infoveranstaltungen rund um den Hund, die ständig mehr werdenden neuen Hundezonen in der ganzen Stadt etc.
• Erfreulich ist, dass vor allem die Anzahl an gebissenen Menschen durch Nicht-Listenhunde und Listenhunde signifikant gesunken ist (um Minus 62 % – von 793 auf 300). Siehe Grafik 3

• Die Anzahl der Bisse von Listenhunden ist nach Einführung des verpflichtenenden Hundeführscheins sogar um 63 % gesunken:

o Zwischen 2007 und 2010 (vor Einführung des HFS) wurden von gesamt 967 Bissen in Wien 305 Bisse von Listenhunden verursacht
o Zwischen 2010 und 2013 (nach Einführung HFS) massive Reduktion der Bisse durch Listenhunde von 305 auf 114 – das ist ein Minus von 63% (siehe Grafik 1)
o Bei Bissen an Menschen durch Listenhunde gab es sogar einen Rückgang von Minus 70%, nämlich von 213 auf 65 (siehe Grafik 4)
o In den letzten 3 Jahren gab es über 700 Strafverfahren wegen Nicht-Absolvieren eines Führscheins für Listenhunde
o Aktuell gibt es in Wien rund 3.300 gemeldete Listenhunde
o Im Jahresdurchschnitt gibt es nach Einführung des Hundeführscheins 11 Bissvorfälle durch Hunde mit Führschein und 27 durch Listenhunde ohne Führschein (siehe Grafik 5)
o Dabei auffällig: Vorfälle mit Hunden ohne Schein oft bei Gassigehern oder Familienmitgliedern, die Schein nicht gemacht haben, selten bei den HundebesitzerInnen selber
o Zahlen zeigen die Notwendigkeit der Maßnahme, für gewisse Hunde den Schein vorzuschreiben und natürlich auch weiterhin streng zu kontrollieren, damit die Zahl führscheinpflichtiger Hunde ohne entsprechenden Schein künftig auf Null sinkt.
o Denn Listenhunde mit HFS beißen um ein Vielfaches seltener als Listenhunde ohne HFS

Aktuell 3.300 Listenhunde in Wien gemeldet
Von den Ende Dezember 2013 61.361 gemeldeten Hunden in Wien sind aktuell 3.312 Listenhunde, also Hunde, für die seit 2010 ein verpflichtender Hundeführschein vorgeschrieben ist. Somit beträgt der Anteil an Listenhunden in Wien 5,4 %.

Dazu zählen folgende Rassen: Staffordshire Bullterrier, Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Mastino Napoletano, Mastin Espanol, Fila Brasileiro, Mastiff, Bullmastiff, Tosa Inu, Pitbullterrier, Rottweiler, Dogo Argentino (Argentinischer Mastiff). Der Hundeführschein gilt auch für Mischlinge.

Die Prüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil, bei dem Herrchen oder Frauchen zeigen müssen, dass sie ihr Tier in jeder Situation in Griff haben. Die Umsetzung läuft sehr gut, bisher gibt es 5.227 HFS – die Zahl erklärt sich dadurch, dass pro Familie oft mehr als ein Mitglied den Schein machen, denn jeder, der mit einem Listenhund im öffentlichen Raum unterwegs ist, muss mit dem besagten Hund die Prüfung machen. Durchgefallen sind bisher 7.

Regelmäßige Kontrollen – hohe Erfolgsrate
Die Stadt Wien führt mit der Wiener Polizei mehrmals jährlich Schwerpunktkontrollen durch, wo die Regeln zur Hundehaltung –wie Beisskorb- oder Leinenpflicht – sowie der Hundeführschein kontrolliert werden. Sima bedankt sich in diesem Zusammenhang bei der Polizei, die ein sehr guter und verlässlicher Partner im Sinne der Sicherheit für Tier und Mensch in der Stadt ist. Es werden mittlerweilen nur mehr vereinzelt Hundehalter aufgegriffen, die keine Führscheinprüfung absolviert haben. Bislang wurden rund 700 Strafverfahren wegen Nicht-Absolvieren eines verpflichtenden Hundeführscheins eingeleitet.

Der überwiegende Teil der HalterInnen von Listenhunden in Wien hält sich an die Regeln und hat den Führschein absolviert. „Wir werden auch künftig Kontrollen durchführen, um sicherzustellen, dass sich alle HundehalterInnen in Wien an die Regeln halten, denn nur so gelingt das Miteinander von Mensch und Hund in unserer Stadt“ so Sima.

Erfolgsmodell Hundeführschein weiterführen
Sima stellt nach dieser positiven Bilanz fest, dass die Liste der Hunde für den verpflichtenden Hundeführschein unverändert bleibt: „Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache, der verpflichtende Hundeführschein ist ein Erfolgsmodell, die Rückgänge der Bissvorfälle sind mehr als eindeutig – unsere Maßnahme hat sich bestens bewährt“, so Sima.

Die Stadt wird auch im neuen Jahr eine Vielzahl von Maßnahmen für Hund, Herrchen und Frauchen in Wien setzen, viele neue Hundezonen eröffnen, bei Kindern und Jugendlichen Bewusstsein bilden und gemeinsam dafür sorgen, dass Wien für alle die lebenswerteste Stadt bleibt – für Zwei- als auch für die Vierbeiner“, so Sima abschließend.

Nationale und internationale Regelungen zum Hundeführschein:
Wien hat sich bei der Erstellung des Hundeführscheins auch an internationalen Beispielen orientiert, Berlin und Hamburg hatten schon ähnliche, sehr erfolgreiche Modelle. So gibt es in Berlin eine Rasseliste mit 10 definierten Rassen und ihren Kreuzungen. Gefährliche Tiere sind der Behörde anzuzeigen, ein Führungszeugnis und ein Sachkundenachweis sind vorzulegen. In Hamburg ist das Halten von gefährlichen Hunden verboten, wer einen derartigen Hund halten will, muss bei der Behörde um Erlaubnis ansuchen. Zudem muss eine Gehorsamsprüfung und ein Wesenstest abgelegt werden.

Auch in Österreich gibt es mittlerweilen für Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotential in zahlreichen Bundesländer Regelungen: In Niederösterreich beispielsweise definiert man 8 Rassen als Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotential und auffällige Hunde, für sie gilt Anzeigepflicht bei der Gemeinde. Zudem muss ein Sachkundenachweis mit Ausbildungsbestätigung vorliegen, um derartige Hunde zu halten. In Oberösterreich dürfen „auffällige“ Hunde nur mit erweitertem Sachkundenachweis gehalten werden. Auch in Salzburg dürfen gefährliche Hunde nur mit Bewilligung der Gemeinde gehalten werden, vorzulegen ist der erweiterte Sachkundenachweis. Auch in Voralberg unterliegt das Halten von gefährlichen Tieren einer Bewilligungspflicht.

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