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„Guter Grund“ – Erde aus der Wiener Biotonne

Zum Start der aktuellen Pflanzsaison bringt die MA 48 auch heuer wieder die Erde „Guter Grund“ auf den Markt. Sie wird mit Kompost aus der Wiener Biotonne hergestellt und kommt gänzlich ohne Zugabe von Torf aus. Verkauft wird sie heuer erstmals in Wiener Filialen von BILLA und MERKUR und – so wie in den letzten beiden Jahren auch – auf den 19 Wiener Mistplätzen. Ich freue mich über die Kooperation mit BILLA und MERKUR. So erreichen wir noch mehr Wienerinnen und Wiener mit unserer torfreien Erde aus Bioabfällen, die wir im stadteigenen Kompostwerk in der Lobau herstellen.

Guter Grund mit Österreichischem Umweltzeichen

Die torffreie Erde entspricht den strengen Vorgaben des Österreichischen Umweltzeichens, welche durch unabhängige Gutachter überprüft werden. Die torffreie Erde besteht zu 60 % aus Wiener Kompost, zu 35 % aus Rindenhumus und 5 % Sand. Die Erde besteht somit zu 100 % aus natürlichen Bestandteilen. Durch die geforderten Qualitätskriterien wird eine entsprechende Pflanzenverträglichkeit der Umweltzeichenprodukte sichergestellt und eine nachhaltige Erdenalternative geboten.

„Aktiver Beitrag zum Erhalt der Moore und zum Klimaschutz – Perfekter Kreislauf von der Biotonne ins Blumenbeet“

Herbert Fleischhacker (Merkur), Ulli Sima und Josef Siess (Billa) bei der Präsentation des "Guten Grund"Mit dem Verzicht auf den Einsatz von Torf unterstützt die MA 48 nicht nur den Erhalt von Mooren, die zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen für Pflanzen und Tiere zählen. Es wird auch ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet, da weite Transportwege für den Import nach Österreich eingespart werden können. Torf wird aus Mooren gewonnen. Moore sind nasse Lebensräume, in denen durch permanenten Sauerstoffmangel pflanzliche Reste nicht vollständig abgebaut werden und sich als Torf absetzen.

Die Wiener Erde ist damit auch ein „Guter Grund“ für alle Wienerinnen und Wiener die Biotonne zu nützen und daher ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz. Der Kreislauf der Natur wird somit vollständig geschlossen – aus Obst- und Gartenabfällen wachsen erneut Gemüse und andere Pflanzen, die Herstellung ist umweltfreundlich.

Perfekter Kreislauf: von der Biotonne ins Blumenbeet

Ausgangsmaterial für Wiener Kompost und daher auch für die Blumenerde „Guter Grund“ sind die rund 115.000 Tonnen an Bioabfällen, die die MA 48 in den über 70.000 Biotonnen im Grüngürtel der Stadt sammelt. Im Kompostwerk Lobau der MA 48 entstehen daraus jährlich zwischen 40.000 und 50.000Tonnen Kompost höchster Qualität, der sogar für den biologischen Landbau geeignet ist. Hier wird das Rohmaterial auf einer Fläche von 52.000 Quadratmeter während der so genannten Haupt und Nachrotte mit Hilfe von Umsetzmaschinen „umgesetzt“.

Sämtliche Maschinen hierfür werden umweltfreundlich mit Biodiesel betrieben. Der Clou daran: Der Biodiesel wird aus ca. 320.000 kg Altspeiseölen und –fetten, hergestellt, welche jährlich von den WienerInnen bei der MA 48 abgegeben werden.

Verkauf bei BILLA, MERKUR und auf allen Wiener Mistplätzen

Wiener Blumen- bzw. Gartenerde kann für sämtliche Bepflanzungen im Haus und Gartenbereich, zum Ein- und Umtopfen von Blüh- und Gartenpflanzen sowie für die Bodenverbesserung in Blumen- und Gemüsebeeten verwendet werden. Erhältlich ist die neue Blumen- und Gartenerde ab nächster Woche in handlichen Säcken zu 18 Liter bei ausgewählten BILLA und MERKUR Märkten oder auf allen 19 Wiener Mistplätzen in 18 Liter und 40 Liter-Säcken.

Alle Märkte, in denen die Produkte erhältlich sind, sind unter www.billa.at und www.merkurmarkt.at zu finden, die Adressen der Wiener Mistplätze unter www.wien.gv.at/Stadtplan (Karteninhalt Saubere Stadt) oder beim Misttelefon: 546 48.

  • http://www.baldur-garten.at Verena

    Hallo Frau Sima!
    ich freue mich sehr darüber, dass es so engagierte Leute gibt, die sich um unseren Umweltschutz kümmern. Ich wünsche Ihnen dabei weiterhin viel Erfolg und werde ihre Anregungen versuchen um zu setzen. Auch wenn es nur ein kleiner Schritt in Richtung saubere Umwelt ist. Jeder sollte sich daran ein Beispiel nehmen.

  • http://www.ullisima.at Ulli Sima

    @ Verena

    Vielen Dank für Ihren ermutigenden Kommentar. Ich freue mich sehr über die Möglichkeit unsere Wiener Erde nun auch der Öffentlichkeit zugänglich machen zu können und hoffen, dass diese gut angenommen wird.

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