Schnelle Einsatzgruppe für Anliegen und Probleme

Zu Jahresbeginn 2017 erfolgte die Zusammenlegung von Stadtservice Wien (ehemals Bürgerdienst) und der Gruppe Sofortmaßnahmen. Damit wurde eine neue „schnelle Einsatzgruppe“ geschaffen. Die neue Einheit kümmert sich um rasche Erledigung von Anliegen. Sie kann bei Problemfällen künftig schneller vor Ort sein.

„Mir ist es wichtig, die Anliegen der Menschen umgehend und effektiv zu lösen, sie nicht im Kreis zu schicken, sondern ihre konkreten Bedürfnisse rasch zu beantworten.“

Mobile Teams in den Bezirken
Die Gruppe Sofortmaßnahmen hat schon bisher sehr effektiv Kontrollen auf Märkten oder in Wettbüros getätigt. Auch ist sie im Falle von illegalen Massenquartieren oder Drogenverkauf immer wieder im Einsatz. Sie kooperiert in vielen Bereichen eng mit der Wiener Polizei, aber auch mit anderen Dienststellen der Stadt. Aber auch alltägliche Anliegen wie unzureichend gesicherte Baustellengitter, Schlaglöcher, Müllablagerungen, fehlende Beleuchtungen oder sonstige Problemfälle werden umgehend behandelt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind größtenteils mobil in den Bezirken unterwegs. Es wird daher künftig nur noch eine zentrale Anlaufstelle in der Ebendorferstraße 2 neben dem Rathaus geben.

Alle Anliegen, die keiner Abteilung der Stadt konkret zuordenbar sind, sind in der neuen Dienststelle bestens aufgehoben. Mit der Zusammenlegung mit dem bisherigen Bürgerdienst wird die Gruppe personell aufgestockt. Das neue Team von knapp über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist somit noch schlagkräftiger.

Reaktion auf gesellschaftliche Veränderungen
Ausgangspunkt für die Neustrukturierung war die Analyse der bisherigen Strukturen in Sachen Bürgerkontakte. Im Schnitt kümmern sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des bisherigen Bürgerdiensts um rund 100.000 Anfragen jährlich. Doch aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen werden immer weniger von diesen persönlich vorgebracht. Der Großteil der Anfragen wird via E-Mail oder Telefon an den Bürgerdienst herangetragen.

Schwerpunktaktionen und Grätzlarbeit
Schwerpunktaktionen und Grätzlarbeit werden verstärkt. Dabei werden definierte Gebiete, etwa Märkte, Gemeindebauten oder U-Bahn-Stationen, gemeinsam mit unterschiedlichen Dienststellen und der Polizei aufgesucht. Es werden im Rahmen dieser Aktionen Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger geschaffen. Bisher wurden bei einem Pilotprojekt sehr positive Erfahrungen gesammelt. Die Grätzlaktionen werden künftig ausgeweitet.

Bislang könnten bei zwölf Aktionen 17.000 Wohnungen in Kooperation mit Wiener Wohnen besucht sowie 620 Bürgeranliegen zeitnah vor Ort behandelt und erledigt werden. 320 Gewerbebetriebe wurden in Kooperation mit der Wiener Polizei und der Gebietskrankenkasse kontrolliert. Insgesamt wurden bei den Aktionen bislang 470 Anzeigen gelegt und 95 Organmandate verhängt.

Stadtinfo bleibt erhalten
Die beliebte Stadtinformation im Wiener Rathaus gibt es auch weiterhin. Sie fungiert als zentrale Anlaufstelle für Wienerinnen und Wiener sowie Touristinnen und Touristen. Hier werden besonders kulturelle Veranstaltungen und Rathausführungen nachgefragt.

Die neue Strombucht!

Jetzt gibt es eine weitere kostenlos zugängliche Liegewiese auf 6.000 m2 mit Wasserzugang an der Alten Donau
Auch wenn das Badewetter leider noch ein wenig auf sich warten lässt, für die kommenden Tage gibt es Hoffnung. Die neue Liegewiese an der Strombucht an der Alten Donau hat sich von den starken Regenfällen erholt und wird morgen, Montag,  geöffnet. Es stehen nun 6000 m2 Wiese inklusive Wasserzugang zur Gratis-Nutzung zur Verfügung.   „Während in anderen Bundesländern die kostenlosen und öffentlich zugänglichen Uferzugänge von Seen immer weniger werden, gehen wir in Wien den anderen Weg. Wir öffnen Liegeflächen am Wasser für die Bevölkerung und bieten damit Gratis-Badevergnügen und Liegeflächen in der Millionenstadt“, so Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke. Für Ernst Nevrivy, Bezirksvorsteher der Donaustadt, ist der neue Strand eine weitere Bereicherung für seinen Bezirk: „Wien und die Donaustadt sind um eine Freizeitoase reicher. Nur wenige Gehminuten von Bussen und U2 entfernt, trifft sich in der Donaustadt das Beste aus beiden Welten: Natur in City-Nähe. Und das bei freiem Eintritt!“

Schattenspendende Bäume, Tische und Bänke
Das alte, baufällige Gebäude wurde abgerissen, im Zuge der Umgestaltung  wurden die Wiesenflächen und Wasserzugänge saniert sowie Tische, Bänke, Mistkübeln und Toilettenanlagen aufgestellt. Standortgerechte Pappeln und Weiden werden gepflanzt, der Schilfbestand bleibt als ökologisch wichtiger Lebensraum für Fische, Amphibien und andere Wassertiere bestehen.

Projekt LIFE+ Alte Donau
Die Übernahme und sanfte Gestaltung dieses Geländes ist auch eine von der EU geförderte  Maßnahme des EU-Projekts LIFE+ Alte Donau. In diesem Projekt, das die MA 45 – Wiener Gewässer seit Juli 2013 an der Alten Donau durchführt, ist auch die Erweiterung und Verbesserung von Zugangsmöglichkeiten zur Alten Donau für die Bevölkerung vorgesehen.

Strombucht:

  • am Dampfschiffhaufen Nr. 10
  • mit der U2 sowie mit den Autobuslinien 92A bzw. 92B (Haltestelle Dampfschiffhaufen) öffentlich gut erreichbar.
  • Fußweg von der U2-Station Donaustadtbrücke rund 1,2 km.
  • Am Dampfschiffhaufen gibt es keine Parkmöglichkeiten
  • Öffis nehmen oder mit dem Fahrrad kommen!

Infos: www.gewaesser.wien.at

Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen in und an der U6

Polizei und Wiener Linien aktiv gegen den Drogenhandel – erhöhte Präsenz der Wiener Linien-Mitarbeiter in den Stationen

Verstärkte Maßnahmen im Kampf gegen den Drogenhandel in und um die U6 präsentierten heute Wiens Polizeichef Gerhard Pürstl und Stadträtin Ulli Sima, in ihrer Zuständigkeit für die Wiener Linien. Umgesetzt werden konzertierte Schritte auf verschiedenen Ebenen in und rund um die U-Bahn, um das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zu erhöhen. “Die Wiener Linien steigern ab sofort die Personalpräsenz in den betroffenen Bereichen. Bis zu 30 Mitarbeiter der Wiener Linien und 8  Security-Mitarbeiter sorgen für die Einhaltung der Hausordnung der Wiener Linien und stehen als unmittelbare Ansprechpersonen für die Fahrgäste zur Verfügung“, so Sima. Klar ist, dass bei strafrechtlichen Delikten umgehend die Polizei alarmiert wird.

Verursacht wurde die aktuelle, unbefriedigende Situation durch eine Novelle im Strafgesetz, die es der Exekutive schwerer macht, effektiv gegen Drogenhändler vorzugehen. Auf Bundesebene arbeitet man derzeit auf Initiative der SPÖ an einer Korrektur des Gesetzes: „Die Wiener Öffis sind ein Ort, an dem sich die Fahrgäste wohlfühlen sollen. Das ist derzeit auf der U6 leider nicht immer der Fall. Wir wollen nicht untätig zuschauen und warten bis ein Fehler gekittet ist, der ganz offensichtlich bei diesem Gesetz auf Bundesebene passiert ist“, so Sima.

Daher hat die Stadt – gemeinsam mit der Polizei –   zahlreiche, eng abgestimmte Maßnahmen gesetzt, die sowohl im Stationsbereich als auch im Umfeld wirken:

a)    Mehrtägige Schwerpunktaktionen im Umfeld der betroffenen U6-Stationen sowie in angrenzenden betroffenen Bezirksteilen in Ottakring und Hernals durch Polizei und der Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt.

b)    Massive Polizei-Präsenz auf den Vorplätzen der U-Bahn

c)     Eisenbahnaufsichtsorgane und Stationswarte der Wiener Linien als auch 8 Securities in Zweier-Teams im Auftrag der Wiener Linien stehen als Ansprechpersonen für die Fahrgäste in den Stationen bereit. Neben den Securities sorgen zusätzlich bis zu 30 MitarbeiterInnen der Wiener Linien für die Einhaltung der Hausordnung der Wiener Linien. Personen, die durch ihr widerrechtliches Verhalten Fahrgäste verunsichern und belästigen, werden durch die Wiener Linien-Mitarbeiter aus den Stationen verwiesen und im Falle des Drogenhandels wird sofort die Polizei verständigt.

„Die Polizei sorgt für Sicherheit in ganz Wien, die Wiener Linien unterstützen in den Stationen. Die alle mit Warnwesten gekleideten Organe sorgen mit ihrer Präsenz dafür, dass das Sicherheitsgefühl in der U-Bahn wieder gestärkt wird und die Hausordnung der Wiener Linien eingehalten werden. Die Stationen der U6 gehören jenen, die sie nutzen um rasch und zuverlässig von A nach B zu kommen“, betont Öffi-Stadträtin Ulli Sima. Man lasse nicht zu, dass die Wiener Öffis in Misskredit geraten, sind ihr Angebot und Top-Service doch weltweit einzigartig.

Die Wiener Polizei begrüßt die Maßnahmen der Wiener Linien ausdrücklich. „Diese Maßnahme ist eine wichtige Unterstützung für die Polizei. Ganz klar ist aber, dass wir als Polizei für die Sicherheit sorgen und auch künftig sorgen werden. Die Mitarbeiter der Wiener Linien sind kein Ersatz, sondern  eine wichtige Unterstützung für die Exekutive“, stellt Polizeipräsident Gerhard Pürstl fest.

Für Wiener-Linien-Geschäftsführer Eduard Winter ist diese temporäre Maßnahme unerlässlich: „Wir arbeiten seit vielen Jahren und sehr erfolgreich mit der Wiener Polizei zusammen und unterstützen sie natürlich, wo immer wir können. Die massive Präsenz unserer Mitarbeiter und der Securities wird die Verunsicherung der Fahrgäste nehmen, sie stehen als kompetente Ansprechpersonen vor Ort jederzeit zur Verfügung“.

Schwerpunktkontrollen mit Polizei und  Gruppe Sofortmaßnahmen rund um die U6

Schon in den letzten Wochen hat die Stadt Wien auf die Situation rund um die U6 reagiert. So hat die Gruppe Sofortmaßnahmen mit der Polizei letzte Woche mehrtägige Schwerpunktaktionen in Ottakring im Gebiet rund um den Brunnenmarkt  durchgeführt  und natürlich auch die Gegend der U6 einbezogen. Die Polizei konnte dabei vorige Woche 50 Baggies Cannabis, 50 Suchtgiftkugeln Kokain sowie eine geringe Menge an Heroin sicherstellen. Nach dem Suchtmittelgesetz erfolgten 13 Anzeigen.

Bereits vor Wochen haben die MA 42 – Wiener Stadtgärten die Sträucher entlang der U6 zurückgeschnitten, um das Sicherheitsgefühl zu erhöhen und Versteckmöglichkeiten zu minimieren. Die MA 48 reinigt entlang der U6 besonders intensiv. In wenigen Tagen wird im Zuge von Schwerpunktkontrollen der Gruppe Sofortmaßnahmen, der Wiener Polizei und der Wiener Linien der Bereich entlang der U6 im 17. Bezirk verschärft kontrolliert. „Wir zeigen überall Präsenz und greifen durch, wo immer wir als Stadt Möglichkeiten haben“, stellt Sima klar. Die jetzige Maßnahme des Security-Einsatzes in der U 6 sei ein weiterer, notwendig gewordener Schritt im Bündel der vielen Maßnahmen.

Zum rechtlichen Hintergrund – Novelle bis Sommer „repariert“

Mit Jahresbeginn ist die Novelle des § 70 des Strafgesetzbuches in Kraft getreten, der die sogenannte „gewerbsmäßige Begehung“ von Straftaten regelt. Eine „Gewerbsmäßigkeit“ besteht erst dann, wenn die Polizei einen Dealer zum dritten Mal erwischt oder ihn mit Drogen und mehr als 400 Euro aufgreift. Mit 1. Juni sollte das Gesetz „repariert“ sein: Das Justizministerium arbeitet aktuell an einem Strafbestand, der für das Dealen im öffentlichen Raum bis zu zwei Jahre Haft vorsieht. „Wir gehen davon aus, dass diese Gesetzesverschärfung eine taugliche Unterstützung für die Polizeiarbeit zur Bekämpfung des offenen Drogenhandels sein wird. Natürlich werden wir auch weiterhin mit massivem Polizeipräsenz an den Drogenhotspots für die Sicherheit der Menschen im öffentlichen Raum sorgen“, so Pürstl abschließend

Umwelt und Wiener Stadtwerke

Seit 2004 bin ich die starke Stimme für die Umwelt und den Tierschutz in der Wiener Stadtregierung. Mein erklärtes Ziel war und ist es, die Lebensqualität für die Wienerinnen und Wiener in unserer Umweltmusterstadt weiter auszubauen und auch für die nächsten Generationen zu sichern.

Mit der Regierungsbildung 2015 bin ich auch für die Wiener Stadtwerke zuständig und so freut es mich wirklich, künftig ein echtes „Daseinsvorsorge-Ressort“ gestalten zu können. Denn die so zentralen Bereiche wie die Trinkwasserversorgung, die Müllentsorgung, die Abwasserentsorgung, die Energieversorgung und der öffentliche Verkehr sind nun in einer Hand. Wir können daher bestimmte Synergien im Sinne der Wienerinnen und Wiener und im Sinne unserer Umwelt besser nutzen – und dies ist auch im Hinblick auf die wachsende Stadt ganz wichtig. Ganz klar ist für mich, diese Bereiche der kommunalen Daseinsvorsorge auch künftig in öffentlicher Hand zu halten und keine Privatisierungen zuzulassen – was auch ganz klar dem Wunsch der Wienerinnen und Wiener entspricht.
Neu in meinem Ressort sind auch die Märkte, die ich für einen ganz zentralen Bestandteil der Wiener Lebensqualität sehe. Ich möchte gemeinsam mit den GärtnerInnen und den Wiener LandwirtInnen verstärkt Wiener Produkte auf die Märkte bringen. Sie sind von höchster Qualität, garantiert gentechnikfrei und tragen aufgrund der kurzen Transportwege auch aktiv zum Klimaschutz bei – was in Zeiten des auch längst bei uns spürbaren, globalen Klimawandels das Gebot der Stunde ist.

Ein ganz besonderes Anliegen ist es mir seit jeher, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse und das Verantwortungsbewusstsein für den Umweltschutz zu heben. Und so versuchen wir in allen Bereichen, den jungen Menschen in unserer Stadt Umwelt spannend und spielerisch zu vermitteln. Umweltpolitik ist vor allem auch Politik für die nächsten Generationen – und daher setzen wir schon im Kindesalter an.

Schon bisher waren Schwerpunkte meiner Arbeit die Schaffung von Parks und Grünräumen, sogenannter „Wohnzimmer im Freien“. Davon werden wir künftig noch viel mehr brauchen, denn Wien wächst und ich werde daher mit den Bezirken neue Großgrünräume schaffen und sichern. Zentral wird auch künftig die Abfallvermeidung sein, hier braucht es sicher auch neue Initiativen auf Bundesebene, wie etwa bei den Plastiksackerln.

Ein besonderes Anliegen ist mir auch weiterhin der Tierschutz, der gerade auch in einer Millionenstadt eine besondere Herausforderung ist. Wir haben mit dem neuen TierQuarTier in der Donaustadt neue Maßstäbe in der Tierversorgung und Tiervermittlung gesetzt und werden den erfolgreichen Weg weiterführen.
Ich scheue keine Herausforderungen und Konflikte, wie die Debatte um das Verbot des kleinen Glückspiels, der illegalen Wettlokale oder der Erfolg gegen den Generalpächter auf der Copa Cagrana gezeigt haben. Dort werden wir ab dem nächsten Jahr ein Top-Freizeitparadies am Wasser gestalten, wie es für eine Weltstadt wie Wien würdig ist. Auch die unleidige Geschichte mit dem Hundekot konnte ich mit der Einführung der WasteWatcher lösen, heute ist das „Sackerl fürs Gackerl“ eine Selbstverständlichkeit und Wien zählt zu den saubersten Städten der Welt.

Ganz zentral ist mir bei all meinen Aktivitäten das gelebte Miteinander in unserer Stadt – das gerade in Zeiten wie diesen wichtiger denn je ist. Ob in den Nachbarschaftsgärten, in den Hundezonen, auf den vielen Spielplätzen, in den Parks oder sonst wo in unserer Stadt. Ich will das Miteinander fördern, die Menschen in unsere Entscheidungen einbinden, sie mitgestalten lassen und gemeinsam unsere Umweltmustertstadt in eine erfolgreiche Zukunft steuern.

Am 11. Oktober: SPÖ!

Am Sonntag wird in Wien gewählt. Noch nie zuvor war die Gefahr so real, dass unser schönes Wien in die Hände eines rechten Hetzers fällt. Es ist daher unglaublich wichtig, dass am Sonntag ALLE zur Wahl gehen und mit ihrer Stimme Bürgermeister Michael Häupl und die SPÖ stärken! Bitte nehmt euch die 10 Minuten Zeit, um die Zukunft unserer Stadt mitzubestimmen!

Nein zum AWK Paks!

Nur 183 Kilometer von Österreich entfernt will die ungarische Regierung zwei neue Atomreaktoren im AKW Paks errichten. Das ist völlig inakzeptabel und Wien wird sich auf allen Ebenen gegen die Verdoppelung der atomaren Gefahr wehren! Im Rahmen der grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung haben alle Österreicherinnen und Österreicher die Möglichkeit, ihre Stimme gegen den Ausbau zu deponieren.

Am 23. September findet eine öffentliche Anhörung in Wien statt, die wir als Stadt Wien und das aufgrund der geografischen Lage massiv betroffene Burgenland nutzen, um unsere Bedenken zu deponieren. Bis dahin haben wir alle die Möglichkeit, eine Stellungnahme gegen dieses Projekt abzugeben! Ich habe das schon getan und ich lade euch alle ein, das ebenfalls zu machen. Es geht ganz schnell, ihr könnt die Musterstellungnahme der Wiener Umweltanwaltschaft verwenden.

Hier der Link: http://www.wua-wien.at/atomschutz/positionen-und-stellungnahmen/musterstellungnahme-paks

Abfallvermeidung im Vintage-Stil

Wieder einmal möchte ich hier eines meiner Lieblingsprojekte vorstellen, das ich im August präsentiert habe: Den 48er Tandler! Das ist ein neuer Altwarenmarkt der MA 48, bei dem schöne, alte Sachen verkauft werden, die einfach noch viel zu gut zum Wegwerfen sind. Gesammelt werden die Sachen auf allen Mistplätzen in den Tandler-Boxen – und es ist unglaublich, was da alles abgegeben wird! Aber am besten, ihr schaut selbst einmal im 48er Tandler im 5. Bezirk vorbei.

Die 48er-Tandler-Band – bestehend aus lauter 48er-Mitarbeitern – hat sogar einen eigenen Song dafür geschrieben und eingespielt:

Das schöne an dem Projekt: Es dient der Abfallvermeidung und die Erlöse werden gespendet!

Alle Infos zum 48er Tandler auf www.48ertandler.at
Adresse: Siebenbrunnenfeldgasse/Ecke Einsiedlergasse, 1050 Wien
Öffnungszeiten: Donnerstag: 10-20 Uhr, Freitag & Samstag: 10-18 Uhr

Wohnzimmer im Freien!

In Wien fühlen sich die Menschen in ihren Parks und Wäldern wie zu Hause. „Wohnzimmer im Freien“ nennen wir sie daher im Rahmen der größten Grünraumoffensive der letzten Jahrzehnte. Denn damit für das Bevölkerungswachstum der nächsten Jahre genügend Erholungsgebiete vorhanden sind, errichten wir in nächster Zeit viele dieser „Wohnzimmer im Freien“!

Die wichtigsten Projekte sind:

(c) YEWO LANDSCAPESDer Kirschblütenpark in der Donaustadt: 3 Hektar groß, mit vielen Spielgeräten und Kirschbäumen. Japanische Gartenkultur in Wien, zwischen Tokiostraße und Attemsgasse in der Donaustadt!

(c) schreinerkastlerIn der Seestadt Aspern wurden natürlich von Anfang an viele Grünflächen eingeplant. Drei neue Parks werden im Mai und Juli eröffnet: Der Seepark, der Hannah-Arendt-Park und der Yella-Hertzka-Park. Insgesamt sind die drei mehr als 8 Hektar groß! (Am Foto: Der Hannah-Arendt-Park)

Büros Hager Landschaftsarchitektur GmbHDer Helmut-Zilk-Park am neuen Hauptbahnhof ist mit 7 Hektar der größte neu errichtete Park seit 40 Jahren! Der erste Teil wird dieses Jahr noch fertig.

Auch am Wasser gestalten wir schöne neue Relax-Oasen:

Ein optisches Highlight sind die Schwimmenden Gärten am Donaukanal – eine Grünoase auf der sogenannten Kaiserbadschleuse, die dadurch eine neue Nutzung erfährt. Mit drei großzügigen Überplattungen wird die Donaukanal Promenade mit der Kaiserbadschleuse verbunden und in Verbindung mit moderner Bepflanzung sowie Sitz- und Liegemöglichkeiten eine tolle Relax-Oase geschaffen – mitten in der Stadt auf 1400 m²!

Copa Cagrana Neu: Ab Sommer 2015 werden bereits zwei Lokale nach den neuen Vorstellungen der Stadt Wien in Betrieb gehen (wie im Dezember 2014 präsentiert). Nach dem endgültigen Abschluss des Verfahrens gegen den Generalpächter (1. Instanz hat im Februar zu unseren Gunsten entschieden) wird der Rest im Sinne des Gesamtkonzepts umgestaltet.

Karl Grimm LandschaftsarchitekturAn der Alten Donau wird mit dem ArbeiterInnenstrand ein 23.000 m² großes Gelände wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – ohne Eintritt oder Konsumzwang, einfach zum Baden an der Alten Donau! Eröffnung im Mai 2015.

Landschaftsschutzgebiete in bevölkerungsstarken Bezirken
Neben Parkanlagen und kleineren Grünräumen braucht es jedoch auch große Erholungsgebiete. Drei große Gebiete wurden daher gesetzlich unter Schutz gestellt: Goldberg in Favoriten sowie Rendezvousberg und Bisamberg-Vorland in Floridsdorf.

ZOOMVP/Peter BurgstallerDazu kommt noch der Norbert-Scheed-Wald in der Donaustadt, der ebenfalls gesetzlich streng geschützt wird. Er wird ein vielfältiger Erholungsraum, der durch Wege, Spielplätze und öffentlich zugängliche Gewässer für die Menschen nutzbar gemacht werden soll.

Und viele andere, kleinere Projekte sind auch schon in Arbeit und werden in den nächsten Wochen und Monaten fertig!

Das TierQuarTier ist fertig!

Heute habe ich das neue TierQuarTier Wien in der Donaustadt eröffnet. Ein wirklich großer Tag für den Tierschutz in unserer Stadt!

Das TierQuarTier ist Europas modernstes Tierschutz-Kompetenzzentrum – und alle Wienerinnen und Wiener sind herzlich eingeladen, dieses Wochenende einen exklusiven Blick hinter die Kulissen zu werfen. Am Samstag 7. und Sonntag 8. März von 10 bis 18 Uhr gibt es ein buntes Programm für groß und klein:

– Führungen: Wie leben Hund, Katz & Co im neuen TierQuarTier?
– Ausstellung: Planung und Bau – eine schöne Geschichte
– Beratung und Tipps: Von ausgesuchten Partner-Organisationen
– Für kleine Tierfans:Kinderschminken und Tierkino
– Zur Erinnerung: Ein Besuch beim Hundefotografen
– Zum Zuschauen und Mitmachen:Hunde-Parcours
– Spiel und Spaß: Interaktive Erlebnisstationen

Alle Infos auf www.tierquartier.at

Mythen der Mülltrennung

Zum Thema Mülltrennung sind noch immer viele Mythen weit verbreitet. Mit den häufigsten möchte ich hier einmal aufräumen:

Mythos 1: „Mülltrennen ist nur viel Arbeit und bringt mir persönlich überhaupt nichts!“
Natürlich bringt Mülltrennen etwas! Denn wenn ordentlich getrennt gesammelt wird, fällt weniger Restmüll an und somit können Kosten bei der Müllentsorgung gespart werden. In Wien landen durch die Mülltrennung um 40 Prozent weniger Abfälle im Restmüll. Die getrennt erfassten Altstoffe werden aufbereitet und als Sekundärrohstoff für neue Produkte und Waren verwendet. Dadurch werden kostbare natürliche Rohstoffe gespart.
(c) unique/MA 48
Mythos 2: „Getrennte Sammlung ist Unsinn, wir brauchen das Plastik für die Müllverbrennungsanlagen“
Stimmt nicht! Der Wiener Restmüll brennt ganz von allein, auch wenn wir alle Plastikflaschen getrennt sammeln würden. (Und nicht nur Getränke-Flaschen gehören in die gelbe Tonne, sondern auch Plastikflaschen aus HDPE z.B. für Reinigungsmittel, Shampoos, Duschgel).
Die getrennte Erfassung von Glas und die Biotonne tragen sogar dazu bei, dass der Heizwert zunimmt. Durch die Müllverbrennung kann der Energieinhalt von Abfällen genutzt werden, die sich nicht mehr stofflich verwerten lassen.
plastikflaschen
Mythos 3: „Getrennte Sammlung ist ein Schmäh, es wird nachher alles eh wieder zusammengeleert und verbrannt.“
Kein Schmäh: Die getrennte Altstoffsammlung liefert hochwertige Rohstoffe für unsere Wirtschaft und schützt Umwelt und Klima. Deshalb hat stoffliches Recycling Vorrang: Aus Plastikflaschen werden wieder Plastikflaschen, aus Altpapier wieder Papier, farbsortiertes Bunt-und Weißglas wird zu neuen Flaschen, Metalle zu vielfältigen Neuprodukten. Verbrannt werden nur Reststoffe, die stofflich nicht mehr verwertet werden können, weil sie zu klein oder verschmutzt sind. Aus ihnen kann zumindest Fernwärme und sauberer Strom gewonnen werden.

Mythos 4: „Weiß- und Buntglas wird im Sammel-LKW eh wieder zusammengeschmissen!“
Stimmt nicht! Jedes Glassammelfahrzeug hat zwei Kammern: Weiß- und Buntglas können so getrennt, aber im gleichen Fahrzeug transportiert werden. Für Bunt- und Weißglas stehen in Wien über 6.800 Altglasbehälter zur Sammlung zur Verfügung, jährlich werden in Wien ca. 28.000 Tonnen an Altglas gesammelt. Das Altglas wird in Glasfabriken zur Produktion von neuen Flaschen eingesetzt. In Österreich produzierte Glasverpackungen bestehen zu rund zwei Drittel aus Altglas. Durch diesen Altglasanteil werden bei der Neuproduktion von Glasverpackungen rund 20 % an Energie und 46 % an CO2-Emissionen eingespart. Was viele nicht wissen: Selbst leicht eingefärbtes Weißglas gehört zu Buntglas. Die sortenreine Trennung bei der Sammlung in Bunt- und Weißglas ist aufgrund der strengen Qualitätsanforderungen der Verwertungsindustrie immens wichtig. Schon kleine Mengen an Buntglasflaschen können die Farbqualität von recycliertem Weißglas empfindlich stören. Werden derartige Verunreinigungen vom Sammelpersonal entdeckt, wird der jeweilige Behälterinhalt im Sammelbehälter zum Buntglas gekippt, da dies weniger Schaden anrichtet als umgekehrt.

MA 48
Mythos 5: „Altmetall sammeln ist sinnlos, denn das wird ohnehin aus dem Restmüll aussortiert.“
Stimmt nicht! Das Trennen von Metallen ist sehr wichtig. Der Restmüll in Wien gelangt in die Verbrennung, bei der saubere Energie und wohlige Wärme entstehen. Metalle – insbesondere Aluminium -verursachen in den Verbrennungsanlagen langfristig kostspielige Schäden. Aus den Rückständen (Schlacken) der Müllverbrennung werden zwar Eisen und Buntmetall heraussortiert, die Qualität dieser Metalle ist jedoch durch den Verbrennungsvorgang deutlich schlechter als bereits im Vorhinein getrennt erfasstes Material. Eine Aussortierung nach der Behandlung kann daher die getrennte Sammlung nicht ersetzen.
An Altmetallen werden in Wien jährlich rund 15.000 Tonnen gesammelt. Aus dieser Menge könnte man ca. 65 Wiener Riesenräder bzw. 1,6 Mio. Fahrräder herstellen. Zum Wiederaufschmelzen von Aluminium als Sekundärrohstoff verbraucht man nur etwa 5 % der Energie, die man zur Herstellung der gleichen Menge Hüttenmaterials zur Produktion von neuen Metallprodukten benötigt. In Wien stehen über 6.200 Behälter für die Altmetallsammlung zur Verfügung.