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Umweltpreis der Stadt Wien 2012: Die Nominierten stehen fest!

Öko-Investitionen rechnen sich – für Umwelt und Wirtschaft

Neun Wiener Unternehmen haben den Einzug ins Finale geschafft und sind für den Umweltpreis der Stadt Wien nominiert, der im Rahmen des ÖkoBusinessPlan Wien vergeben wird. Auch in diesem Jahr haben sich wieder zahlreiche Betriebe in besonderer Weise für den Umweltschutz und eine nachhaltige Entwicklung in Wien engagiert. Neun Unternehmen konnten die Jury mit ihren spannenden und innovativen Vorschlägen zum schonenden Umgang mit Ressourcen überzeugen und haben nun die Chance auf den Umweltpreis 2012.
Die einreichenden Unternehmen machen deutlich, dass Innovation und Umweltschutz keine Gegensätze sein müssen. Mit dem Umweltpreis sollen noch mehr Betriebe motiviert werden, auf den Umweltschutz zu setzen. Denn ressourcenschonende Maßnahmen rechnen sich auch wirtschaftlich.
Die nominierten Unternehmen werden von einer unabhängigen Jury, dem Beirat des ÖkoBusinessPlan Wien, ermittelt. Wer von den nominierten Betrieben die begehrte Trophäe der Stadt Wien erhält, wird am 4. Juni 2012 – am Vortag des Weltumwelttages – unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Michael Häupl und Umweltstadträtin Ulli Sima im Wiener Rathaus bekanntgegeben. Die Preise überreichen Umweltstadträtin Ulli Sima, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Niki Berlakovich, Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel und Wirtschaftskammer Wien-Präsidentin Brigitte Jank.

Die nominierten Projekte – alle vorbildlich!

Das Forschungsinstitut für innovative Phytochemie & Kreislaufwirtschaft alchemia nova entwickelte ein innovatives Verfahren zur nachhaltigen Verarbeitung und Nutzung von Obstkernen. Ziel ist die Veredelung der Fruchtabfälle – EU-weit fallen davon rund 550.000 Tonnen jährlich an – zur Herstellung verschiedener hochqualitativer Produkte etwa für die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie.
Der Lieferservice „Webrestaurant“ der Firma Cateringsolutions GmbH punktet nicht nur mit köstlichem Essen, sondern auch mit einem durchdachten Umweltkonzept. Porzellangeschirr und Thermoboxen statt Einwegpackungen, elektronische Lieferscheine und die Verknüpfung der Bestelldaten mit dem Lebensmitteleinkauf haben das Abfallaufkommen deutlich reduziert.
Die ebswien hauptkläranlage Ges.m.b.H. informiert in einem Gemeinschaftsprojekt der Wiener Wasserabteilungen Kinder im Kindergarten- und Volkschulalter über den Wasserkreislauf und den Schutz wertvoller Ressourcen. Die Inhalte werden als Buch und Film, in den Anlagen der ebswien und im Rahmen einer Schultour spielerisch von den beiden Wassertropfen Tim & Trixi vermittelt.
Die Erste Group setzt auf ein neu entwickeltes mobiles Stromverbrauchmessungsverfahren für Rechenzentren. Wurde bisher der Energieverbrauch von Servern nur errechnet, bietet das neue System nun objektive, gemessene Daten. Auf Basis der konkreten Verbrauchsangaben können so gezielte Maßnahmen zur Senkung des Stromverbrauchs gesetzt werden.
Das Textilfachgeschäft GuterStoff verkauft und bedruckt Textilien – überwiegend T-Shirts – aus fairem Handel, die ökologisch und klimaneutral hergestellt werden. Lieferungen und Transporte führt das Ein-Personen-Unternehmen mit dem Fahrrad durch, der Internetauftritt wird klimaneutral betrieben und im Geschäft selbst setzt man auf Ökostrom und energiesparende LED-Lampen.

RAM Consulting machte den 21. Jungunternehmertag 2011 „grün“ und hat die Veranstaltung nach den Kriterien des Umweltzeichens Green Meeting ausgerichtet. Der Ansatz Green Meeting wurden im Vorfeld breit kommuniziert, in den Verträgen mit den Ausstellern festgehalten und auch in der inhaltlichen Gestaltung der Veranstaltung eingeplant.
Sagemcom und vier weitere im Tech Park Vienna angesiedelte Unternehmen – Jabil, Kapsch, Coca-Cola und Haushahn Aufzüge – setzen sich erfolgreich gemeinsam für umweltschonende Maßnahmen am Standort ein. Sie arbeiten dabei eng mit der Hausverwaltung IVAM GmbH zusammen. Bei regelmäßigen Umweltmeetings werden Energie- und Umweltmaßnahmen gemeinsam geplant und koordiniert. Ein Novum, scheitern an vielen Standorten Umweltprojekte an mangelender Kooperation zwischen Gebäudeverwaltung und Gebäudenutzer.
Der Wiener Krankenanstaltenverbund sorgt mit Schachtkopfentlüftungen für kontrollierte Entrauchung und Belüftung der 61 Aufzugsschächte des Krankenhauses Nord. Die Anlage verhindert, dass im Winter durch die Bewegung der Aufzüge ungehindert warme Luft entweicht, und reduziert so den Energieverlust.
Das Wohnprojekt Wien „Wohnen mit uns“ ist ein gemeinwirtschaftliches achtgeschossiges Gebäude mit Wohn-, Gemeinschafts- und Gewerbeflächen am Gelände des Wiener Nordbahnhofs, das unter Einbeziehung der zukünftigen NutzerInnen nach Nachhaltigkeitskriterien geplant, errichtet und bewohnt wird.

Sparen nach Plan – mit dem ÖkoBusinessPlan Wien

Der ÖkoBusinessPlan Wien ist das Umwelt-Service-Paket der Stadt Wien für Wiener Unternehmen. 1998 von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 ins Leben gerufen, unterstützt der ÖkoBusinessPlan Unternehmen bei der Umsetzung von umweltrelevanten Maßnahmen und trägt dazu bei, Betriebskosten zu senken. Mehr als 900 Wiener Betriebe haben das Beratungsangebot des ÖkoBusinessPlan bereits genutzt und durch zahlreiche Maßnahmen beträchtliche Summen eingespart.
Der ÖkoBusinessPlan Wien leistet einen wesentlichen Beitrag zum Wiener Klimaschutzprogramm (KliP) und zum Städtischen Energieeffizienzprogramm (SEP), wo er als Schnittstelle zu den Betrieben verankert ist. Gefördert wird das Programm aus den Mitteln des Ökostromfonds für Wien, der Wirtschaftskammer Wien/WIFI und der Umweltförderung Inland des Lebensministeriums.

Weitere Informationen zum ÖkoBusinessPlan Wien sind unter www.oekobusinessplan.wien.at abrufbar.

Das erste Wiener Erdenwerk

Von der Biotonne ins Blumenbeet: Erde der MA 48 – ein „Guter Grund“ für alle Gärtner!

Endlich Frühling! Blumen und Grün sprießen, die Hobbygärtner sind längst aktiv und greifen auch verstärkt zur qualitativ hochwertigen torffreien Erde aus der Biotonne der MA 48. Diese wird aus Kompost aus der Wiener Biotonne hergestellt, also aus Apfel-putzen, Grünschnitt & Co. Heute eröffnen wir in der Lobau das erste Wiener Erdenwerk, wo die Erde künftig verarbeitet wird. Damit erfolgt nun der gesamte Biokreislauf – von der Sammlung in der Biotonne bis zur Verarbeitung der Erde – in Wien. Kürzeste Transportwege und regionale Wert-schöpfung sind somit gesichert. Verkauft wird die Erde mit dem klingenden Namen „Guter Grund“ auf allen 19 Wiener Mistplätzen. Ein 18 Liter-Sack kostet dort 3 Euro, 40 Liter-Säcke 5 Euro. Seit 2009 wurden rund 42.000 Säcke Erde an die Wienerinnen und Wiener verkauft.

70.000 Biotonnen liefern das Ausgangsmaterial

Ausgangsmaterial für Wiener Kompost und daher auch für die Blumenerde “Guter Grund” sind die rund 115.000 Tonnen an Bioabfällen, die die MA 48 in den über 70.000 Biotonnen im Grüngürtel der Stadt sammelt. Im Kompostwerk Lobau der MA 48 entstehen daraus jährlich rund 40.000 Tonnen Kompost höchster Qualität, der sogar für den biologischen Landbau geeignet ist. Sämtliche Maschinen hierfür werden umweltfreundlich mit Biodiesel betrieben. Der Clou daran: Der Biodiesel wird aus ca. 320.000 kg Altspeiseölen und -fetten hergestellt, die von den WienerInnen bei der MA 48 abgegeben werden. Heute wurde schließlich das letzte „Mosaik“ in der Kette eröffnet, das Erdenwerk der Firma terrasan auf dem MA 48-Betriebsgelände „Schafflerhof“.
Auch Bezirksvorsteher Norbert Scheed freut sich über den neuen Betrieb in seinem Bezirk: „Wir sind der einzige Bezirk mit einem Nachhaltigkeitsleitbild. In diesem stellt der ökologische Kreislauf einen wichtigen Bestandteil dar. Diese Betriebsansiedlung entspricht somit voll und ganz der Intention des Nachhaltigkeitsleitbildes. Selbstverständlich sind uns in der stetig wachsenden Donaustadt auch die zusätzlichen Arbeitsplätze höchst willkommen.“

Neues Erdenwerk schließt den Biokreislauf der Stadt Wien

Binnen weniger Monate entstand in der Lobau ein modernes Erdenwerk, ein „Joint-Venture-Projekt“ des potenten deutschen Blumenerdenherstellers und der MA 48. Die Firma terrasan verlegt damit ihre für Österreich sowie Ost- und Mitteleuropa bestimmte Erdenproduktion von Bayern nach Wien. Jährlich produziert die Firma am neuen Wie-ner Standort ca. 60.000 m³ Erde, wofür u.a. auch rund 20.000 Tonnen Qualitätskompost der 48er verwendet werden. Die Produktion der Erde „Guter Grund“ macht davon einen kleinen Teil der künftigen Jahresproduktion aus. Die Millioneninvestition der Firma terrasan ist ein wichtiger Beitrag zur Wiener Wirtschaft und zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen im Umweltbereich.

Die im Jahr 1925 gegründete Firma terrasan mit Sitz der Muttergesellschaft in Rain am Lech in Bayern beschäftigt heute rund 200 Mitarbeiter.
Insgesamt werden terrasan Produkte derzeit in 15 europäischen Ländern vertrieben, es gibt vier weitere Produktionswerke in Deutschland, sowie eines in Polen, zwei in Ungarn, eines in Tschechien und drei in Italien. Geschäftsführer Hans-Jürgen Riehl: „Die Ansiedlung in Wien ist unser unternehmerischer Beitrag, durch Vermeidung von langen Logistikwegen die Umwelt zu entlasten, deshalb haben wir uns entschlossen, ein Werk näher beim Kunden zu errichten.“

Aktiver Beitrag zum Erhalt der Moore und zum Klimaschutz

Die Erde der MA 48 kommt gänzlich ohne Zugabe von Torf aus und schützt somit die Moore, die zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen für Pflanzen und Tiere zählen. Mit dem „Guten Grund“ leisten wir auch einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz, da weite Transportwege für den Import nach Österreich eingespart werden können.

Weiterentwicklung der Erde „Guter Grund“ mit dem Österreichischen Umweltzeichen

Das Produkt „Guter Grund 2012“ wurde auf Basis der mittlerweile 3-jährigen Erfahrung neu kreiert. Dazu wurden in den Sommermonaten 2011 zahlreiche Untersuchungen durchgeführt.
Die neue Erde enthält neben Wiener Kompost (37,5%) auch einen ausgereiften und stickstoffstabilisierten Rindenhumus (37,5 %), eine weitere wichtige Komponente sind entsprechend vorbereitete (thermisch druckimprägnierte) Holzfasern (25 %). Diese Zusammensetzung gewährleistet eine lockere und leichte Konsistenz. Ergänzende Nährstoffe werden ausschließlich in Form von organischen Düngemitteln hinzugefügt. Die Erde besteht somit zu 100 Prozent aus natürlichen Bestandteilen.
Die torffreie Erde entspricht – wie schon im Vorjahr – den strengen Vorgaben des Öster-reichischen Umweltzeichens, welche durch unabhängige Gutachter überprüft werden. Durch die geforderten Qualitätskriterien wird eine ausgeglichene Nährstoffversorgung gewährleistet, ein hohes Pflanzenwachstum der Umweltzeichenprodukte sichergestellt und eine nachhaltige Erdenalternative geboten.

20 Jahre Biokreislaufwirtschaft in Wien

Bereits im Jahr 1991 war in Wien die flächendeckende Biotonnensammlung voll ausgebaut, die Eröffnung des Kompostwerks Lobau erfolgte noch im gleichen Jahr. Vor genau 20 Jahren, d.h. 1992 folgte die Inbetriebnahme der Bioabfallaufbereitungsanlage im Rinterzelt, wo das optimale Mischungsverhältnis durch Zugabe von Wasser und Strukturmaterial und die Zerkleinerung des angelieferten Grünschnitts erfolgt. Innerhalb dieser zwei Jahrzehnte werden bzw. wurden in diesem Jahr die 2 Millionste Tonne an Biomaterial ins Kompostwerk Lobau angeliefert und zu Kompost verarbeitet. Daraus entstanden 650.000 Tonnen Kompost, die an die Landwirtschaft, den biologischen Weinbau, an tausende Wienerinnen und Wiener über die Mistplätze und auch direkt zu Kleingärten sowie an Gemeinschaftsgärten weitergegeben wurden.

Davon gelangten rund 400.000 Tonnen allein an die MA 49 – Landwirtschaftsbetriebe der Stadt Wien. Bereits seit 10 Jahren trägt das Kompostwerk Lobau das Österreichische Kompostgütezeichen.
www.abfall.wien.at

“Keine Kleinigkeit”: Sauberkeitskampagne 2012

„Keine Kleinigkeit“ sind weggeworfene Tschickstummel, abgelagerter Sperrmüll und liegengelassener Hundekot: Die MA 48 führt in ihrer neuen Sauberkeitskampagne mit „überdimensionalen“ Müllsünden drastisch vor Augen, dass diese kein Kavaliersdelikt und auch die Strafen für derartige Vergehen „keine Kleinigkeit“ sind: Der Großteil der Wienerinnen und Wiener hält sich an die Sauberkeitsspielregeln in unserer Stadt, aber es gibt immer noch ein paar Uneinsichtige und gerade die Tage nach der Schneeschmelze haben da und dort unschöne Dinge zum Vorschein gebracht, die völlig inakzeptabel sind und daher bleiben wir natürlich dran: Top-Angebot für die ordnungsgemäße Entsorgung und strenge Kontrollen und Strafen bei Vergehen – denn Müllsünden sind keine Kleinigkeit!

Riesengroße Sperrmüllablagerungen lassen die geparkten Autos wie Miniaturmodelle wirken, ein Mega-Tschickstummel versperrt den gesamten Gehsteig und beim diesjährigen Hundekot-Sujet blickt der Hund, ein Weimaraner, entsetzt auf die riesengroße Hinterlassenschaft durch die Untätigkeit seines rücksichtlosen Besitzers. Die MA 48 weist in den kommenden Wochen auf Plakaten, Citylights, Infoscreens, in Inseraten und natürlich verstärkt auch im internet auf die Eigenverantwortung eines jeden einzelnen hin. Ein besonderes Augenmerk gilt dieses Jahr den Zigarettenstummeln. Daher gibt es zu diesem Thema auch einen aufregenden Kinospot, der verdeutlicht, dass eine aus dem Auto geworfene Tschick in der Tat „keine Kleinigkeit“ ist.

Wiens Sauberkeitsmaßnahmen wirken!

Die Sauberkeitsmaßnahmen der letzten Jahre wirken und tragen dazu bei, dass Wien im internationalen Ranking der Lebensqualität immer wieder ganz vorne mit dabei ist: Der Ausbau des Servicveangebots, die stetige Weiterentwicklung bzw. Anpassung an die Bedürfnisse der Bevölkerung und letztendlich die Etablierung der WasteWatcher sind die unbestrittenen Erfolgsfaktoren für die Sauberkeit in Wien. Das Gesamt-Paket wirkt, Wien zählt zu den saubersten Städten der Welt. “Der Rückgang von illegal abgelagertem Sperrmüll, liegengelassenem Hundekot, entführten Einkaufswagerln und auch Tschickstummeln sprechen für sich und auch die Zufriedenheit der Wienerinnen und Wiener ist enorm”, erläutert Sima. Natürlich gibt es immer noch Verbesserungsbedarf. „Wir lehnen uns keinesfalls zurück, ganz im Gegenteil: auch die letzten Uneinsichtigen werden wir überzeugen, dass sie ihren Mist selber und ordnungsgemäß entsorgen müssen, andernfalls gibt es saftige Strafen“, so Sima.

Host an Tschick? Raucher nehmen Angebot an!

Laut Umfragen und Hochrechnungen (aufgrund von Verkaufszahlen und Befragungen von Rauchern) geht die MA 48 aktuell von 600 Mio weggeworfenen Tschickstummeln jährlich aus, 2005 waren es noch rund 870 Mio – ein dramatischer Rückgang von über 30 %. Die MA 48 hat das Angebot für die Raucher in den letzten drei Jahren enorm ausgebaut. Insgesamt gibt es mittlerweile 10.800 Papierkorb-Aschenbecher-Kombinationen und 850 freistehende Aschenrohe mit der Aufschrift „Host an Tschick?“ Ab sofort wird die Offensive auch auf die Wiener Parks ausgeweitet. In den nächsten Monaten werden insgesamt 1.400 Stück in den Wiener Grünoasen der MA 42 aufgestellt. Auf den Spielplätzen ist das Rauchen zum Wohle der Kinder strengstens verboten.

Die Aschenrohre der MA 48 fassen in etwa 1.000 Zigarettenstummel und wurden in den vergangenen Monaten weiter optimiert: Neu eingebrachte Kunststoffeinsätze verhindern künftig Verstopfungen bei der Einwurfsöffnung: Aufgrund der Ausgestaltung des neuen Einsatzes kann die Zigarette nach dem Ausdämpfen nicht mehr liegen bleiben, sondern fällt sofort in das Rohr. Pro Woche landen mittlerweile bis zu 450 Zigarettenstummel in den Aschenbechern der MA 48. Grundsätzlich verlagert sich das Rauchen aufgrund der Anti-Raucher-Bestimmungen immer mehr in den Aussenraum, viele Büros, Geschäfte und Lokale haben darauf reagiert und ebenfalls entsprechende Gefäße aufgestellt.

Aktuelle Umfragen (IFES, Februar 2012, 1000 Befragte in Wien) zeigen, dass sich das Bewusstsein der Raucher in den letzten Jahren stark geändert hat. Haben 2005 noch rund 70% der Befragten angegeben, ihre Tschickstummel in der Öffentlichkeit einfach auf den Boden zu schmeißen, sind es im Jahr 2012 nur noch an die 40 %, bereits 48 % geben an, ihre Zigaretten in einen Aschenbecher zu entsorgen.

Auch das Wissen über die Strafen hat sich dramatisch verbessert. So wissen heute bereits 55 % der Raucher, dass das es strafbar ist, wenn man einen Zigarettenstummel aus dem fahrenden Auto wirft. Hier drohen Minium 75 Euro Strafe, weil eine Lenkererhebung gemacht wird.
Auch die Akzeptanz für Strafen ist überraschend hoch, so befürworten 80 % der Befragten eine Strafe fürs Achtlose Wegwerfen von Tschickstummeln, selbst 70 % der Raucher sind dafür.

Gestraft wird bereits – so wurden im letzten Jahr von den WasteWatchern über 1500 Amtshandlungen in Sachen Tschickstummel durchgeführt, es gab über 800 Organstrafen und über 400 Anzeigen.

46 Prozent weniger illegal abgelagerte Kühlgeräte

Auch beim Sperrmüll gibt es beachtliche Erfolge: Minus 46 Prozent illegal abgestellte Kühlgeräte, minus 28 Prozent illegal abgestellte Einkaufswagerl und minus 32 Prozent bei sonstigen illegal abgelagerten Sperrmüll im Zeitraum im Vergleich 2008 und 2011 sprechen eine erfreuliche Sprache.
Obwohl diese rückgängigen Daten erfreulich sind, wurden 2011 noch immer etwa 980 Kühlgeräte, 18.850 Einkaufswagerln und 77.000 m³ sonstiger Sperrmüll illegal abgelagert. Diese Zahlen müssen weiter verringert werden – das kommunale Angebot zur Entsorgung ist enorm. So gibt es 19 Mistplätze mit kundenfreundlichen Öffnungszeiten, jener in der Percostraße hat auch Sonntags geöffent. Bei illegalen Ablagerungen drohen bis zu 1000 Euro Strafe, die im Höchstfall auch auf 2000 Euro ausgweitet werden können, wenn den Aufforderungen des WasteWatchers etwa nach Ausweisleistung zur Feststellung der Identität bzw. dem Auftrag zur Entfernung der Verunreinigung nicht Folge geleistet wird.

Täglich 47.200 Hundekotsackerl in Wiens Papierkörben

Die Situation beim Hundekot hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, hier stellte sich der Erfolg der WasteWatcher am schnellsten ein, da auch die Verärgerung der Bevölkerung in diesem Bereich am stärksten war. Mittlerweilen landen täglich 47.200 gefüllte Hundekotsackerl in Wiens Papierkörben. Die Hundebesitzer nehmen das Angebot der über 2.900 Hundesetautomaten mit den 20 Mio Gratissackerl im Jahr gut an. Eigenverantwortung ist in diesem Bereich schon lange kein Fremdwort mehr und Zivilcourage mittlerweilen eine Selbstverständlichkeit.

“Sind dir 36 Euro wurst?”
Teil der Hundekot-Kampagnen der Stadt Wien sind die mittlerweile schon zum Stadtbild gehörenden Wiesenstecker mit der Aufschrift “Sind dir 36 Euro wurst?”, die der herzige Jack Russel Terrier im Maul hat. Er macht damit Herrchen und Frauchen darauf aufmerksam, dass sie die Hinterlassenschaften des Vierbeiners wegräumen müssen, sonst wird’s teuer. Seit Beginn der Aktion wurden mittlerweile ca. 110.000 Wiesenstecker in die beliebten „Tatorte“ wie Wiesen, Straßenbegleitgrün und Parks gesteckt. Im Rahmen der aktuellen Kampagne werden nun wieder 5.000 Stecken ausgebracht – mit der unmissverständlichen Frage an die Hundebesitzer: “Sind dir 36 Euro wurst?”

4 Jahre WasteWatcher wirken

Es gibt in Wien längst keine Ausreden mehr. Es gibt 19 Mistplätze mit kundenfreundlichen Öffnungszeiten, es gibt über 2.900 Hundesackerlautomaten mit Gratis-Sackerl, es gibt 24.000 Papierkörbe mit 10.800 Aschenbechern und bald 2.250 freistehende Aschenrohre auf hochfrequentierten Plätzen auf den Straßen und Parks. Die zahlreichen Problemstoffsammelstellen und die 200.000 Altstoffsammelbehälter in der ganzen Stadt runden das großartige Serviceangebot ab. Daher gibt es auch kein Verständnis für jene, die sich nicht an die Sauberkeitsspielregeln halten. Die WasteWatcher als Organe der öffentlichen Aufsicht kontrollieren diese Spielregeln und strafen bei Vergehen. Ein Organmandat kostet 36 Euro, bei Anzeigen kann es noch erheblich teurer werden. Die Gelder sind zweckgebunden und werden natürlich für Sauberkeitsmaßnahmen in der Stadt verwendet.
Die WasteWatcher erfreuen sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit. Seit Februar 2008 haben sie über 20.000 Amtshandlungen getätigt.

Aktuell gibt es 50 hauptberufliche WasteWatcher und 370 ausgebildete Mitarbeiter bei der MA 48 und MA 42, die die Kontrollfunktion im Rahmen ihrer Tätigkeiten im Außendienst mitmachen. Es gibt laufend auch Schwerpunkttage, an denen bis zu 50 WasteWatcher unterwegs sind, der nächste Schwerpunkttag findet am Samstag, dem 24. März. Diesmal stehen besonders bekannte Hotspots im Visier der WasteWatcher.

Von Hundesackerlautomaten bis zu den Mistplätzen: Alle MA 48-Serviceangebote online
Die MA 48 ist stets bemüht, das Service noch weiter auszubauen, so auch die Information über die Entsorgungsmöglichkeiten. Dazu gibt es alle Infos praktisch online auf www.wien.gv.at/stadtplan/
Unter dem Karteninhalt “Saubere Stadt” sind sämtliche öffentlichen Altstoffsammelbehälter, Mistplätze, Problemstoffsammelstellen, Hundesackerlautomaten und öffentliche WC-Anlagen übersichtlich dargestellt.

Kampagne online: www.abfall.wien.at und auf Facebook
Auf der Homepage der MA 48 findet sich natürlich auch die aktuelle Kampagne der MA 48 als Download. Zusätzlich ist die MA 48 auch seit einem Jahr auf Facebook zu finden: Egal ob die aktuelle Kampagne, Fotos, Videos, Aktionen oder Skurriles zur Abfallwirtschaft: Hier kommen Fans der MA 48 auf ihre Rechnung: www.facebook.com/die48er. Passend zur Kampagne gibt es hier den Kino-Spot zum Anschauen und die Möglichkeit einige A2-Plakate der Kampagne zu gewinnen.

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