Mehr als spannend war unsere heutige Fachtagung zum Thema Kampfhundehaltung in der Großstadt. Wir haben dazu Experten aus Berlin und Hamburg eingeladen, die schon seit Jahren strenge Regelungen zu diesem Thema haben. Wir wollten uns ihre Erfahrungen, die Diskussionen und die Erfolge anschauen. Ausschlaggebend für die neuen Regelungen in vielen deutschen Bundesländern waren tragische Vorfälle mit tödlichem Ausgang nach einer Kampfhundeattacke.
So gibt es in Berlin seit 2000 strenge Vorschriften für 10 Hunderassen und deren Kreuzungen. Besitzer von Pit-Bull, American Staffordshire Terrier, Bullterrier und Tosa Inu müssen ihre Hunde bei der Behörde melden, danach müssen sie ein Führungszeugnis, einen Sachkundenachweis und einen Wesenstest für den Hund vorlegen. Die Bisszahlen sind seit Einführung der gesetzlichen Regelungen dramatisch zurückgegangen: Gab es beim Pit-Bull beispielsweise 1999 noch 277 Vorfälle, waren es im Jahr 2009 nur noch 20. Ähnlich beeindruckend der Rückgang beim American Stafforshire Terrier von 209 im Jahr 1999 auf 47 im Jahr 2009. (more…)
Vom mehr als fragwürdigen Demokratieverständnis der FPÖ zeugt ihre Verfassungsklage gegen den Hundeführschein: Obwohl 89 % der Wienerinnen und Wiener sich bei der Volksbefragung klar für einen verpflichtenden Führschein für Kampfhunde ausgesprochen haben, will die FPÖ diesen nun mittels Klagen kippen. Diese undemokratische Vorgangsweise spricht Bände, überrascht aber nicht wirklich. Fakt ist, dass das Gesetz bestens vorbereitet ist, die Umsetzung bestens klappt – schon fast 800 Kampfhundebesitzer haben die Prüfung erfolgreich absolviert. (more…)
Mit 1. Juli ist der Führschein für sogenannte Kampfhunde in Wien Pflicht. Der Auftrag an uns nach der Volksbefragung war ganz klar: 89 % der Wienerinnen und Wiener haben sich dafür ausgesprochen, dass es künftig für bestimmte Hunde einen verpflichtenden Führschein geben soll. Gerade diese Hunde machen oft Angst, von ihnen verursachte Verletzungen sind leider oft schwerwiegend und es ist wohl für alle ein beruhigendes Gefühl, zu wissen, dass ein Kampfhundebesitzer künftig eine besondere Qualifikation mit seinem Hund hat, wenn er damit in der Stadt unterwegs ist. Kontrolliert wird die neue Regelung von der Wiener Polizei in enger Kooperation mit der MA 60, dem Veterinäramt der Stadt Wien.
Die MA 60 versteht sich dabei vor allem als Partner aller HundehalterInnen in Wien. Als Fachdienstelle für alle Tierschutzagenden der Stadt ist sie bestens vorbereitet, die neuen Regelungen umzusetzen und wird ihren Beitrag dazu leisten, dass der verpflichtende Hundeführschein in der Praxis erfolgreich funktioniert. (more…)