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Der 900 Kilo Laptop – reparieren statt kaufen!

Reparieren bringt mehr für die UmweltJedes neue Produkt das wir kaufen trägt bereits einen Rucksack voller verbrauchter Energie und Rohstoffe mit sich. Im Gegensatz dazu verbraucht das Reparieren nur wenig Ressourcen, verringert die Abfallmengen und sichert außerdem auch noch wertvolle Arbeitsplätze in der Region

Ein Laptop wiegt eigentlich 900 Kilogramm! Soviel Rohstoffe werden für Produktion und Transport eines neuen Notebooks benötigt – von den 4.000 Litern Wasser und den 600 Kilo CO2 ganz abgesehen.

1.440 Kilo schwere Waschmaschine

Eine neue Waschmaschine wiegt beim Kauf nur etwa 70 Kilogramm, die Herstellung ist aber mit einem Materialeinsatz von 1.440 Kilo verbunden – das entspricht dem Gewicht eines durchschnittlichen PKWs. Der Wasserverbrauch für die Produktion beträgt zusätzlich über 4.400 Liter.

Reparieren bringt’s!

Solche Zahlen machen klar: Reparieren ist Umweltschutz! In den meisten Fällen ist die Reparatur auch die deutlich kostengünstigere Alternative zum Neukauf. Im ReparaturNetzwerk Wien wird von den 55 Mitgliedsbetrieben beinahe alles wieder repariert. Die Mitgliedsbetriebe sind auf Reparaturen spezialisiert und raten nur bei irreparablen Schäden oder Unwirtschaftlichkeit zum Kauf eines neuen Produkts. Wenn ein Neukauf notwendig ist, empfehlen die Reparaturbetriebe die Anschaffung langlebiger und gut reparierbarer Qualitätsprodukte.

Information über das ReparaturNetzwerk Wien

“die umweltberatung” betreut das ReparaturNetzwerk Wien und gibt unter 01 803 32 32-22 sowie auf www.reparaturnetzwerk.at Auskunft über die Mitgliedsbetriebe. Die Broschüre „Reparieren bringt’s“ mit Informationen zu den Reparaturbetrieben und vielen Energiespartipps ist gegen € 2,35 Versandkosten an der Hotline oder im Online-Shop auf www.umweltberatung.at zu bestellen.

  • Mehrwert

    Es ist gut, wenn man wieder zur Reparatur zurückkehrt, das spart tatsächlich Ressourcen und Energie. Das Problem ist nur, dass die Produkte, die heute hergestellt werden, oft nicht mehr fürs Reparieren gemacht sind. Sie werden schon als “Einwegprodukte” hergestellt und eine Reparatur ist entweder unangemessen teuer oder gar nicht mehr möglich. Hier müßte es ein Umdenken in der Herstellung geben, wie es das Konzept “Cradle to cradle” verfolgt. Damit könnten tatsächlich Ressourcen und Energie gespart und Müll, vor allem giftiger Müll, vermieden werden.

  • http://www.ullisima.at Ulli Sima

    @ “Mehrwert”:

    Selbstverständlich ist schon beim Kauf genau darauf zu achten was man erwirbt. Wir arbeiten laufend daran das Bewusstsein der WienerInnen in diesem Bereich zu schärfen. Eine langfristige Umstellung in der Herstellung und der Umweltverträglichkeit der Produkte wird immer mit einer Umstellung der Konsumenten einhergehen müssen. Fazit ist: So viel wie möglich reparieren oder wiederverwenden. Produkte bei denen das nicht möglich ist kritisch hinterfragen und auf bessere Alternativen ausweichen.

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