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Breite Allianz der Atomkraftgegner – gemeinsam für ein atomkraftfreies Europa!

Gruppenfoto vom Atomgipfel im Wiener RathausAuf eine gemeinsame Resolution zum Stufenplan für den europäischen Atomausstieg hat man sich heute beim großen Anti-Atom-Gipfel im Wiener Rathaus geeinigt. Ich freue mich über die breite Allianz gegen die Atomkraft und bedanke mich bei allen TeilnehmerInnen von den NGOs, aus der Wissenschaft und der Politik für die konstruktiven und interessanten Debatten. Gemeinsam wollen wir den europäischen Atomausstieg vorantreiben und künftig noch besser vernetzt das gemeinsame Ziel verfolgen. Verabschiedet wurde eine 10-Punkte-Resolution und die TeilnehmerInnen haben abschließend auch künftige Treffen in dieser Runde vereinbart, um sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten und weitere gemeinsame Schritte zu vereinbaren.

Teilgenommen am Gipfel haben heute VertreterInnen von NGOs wie GLOBAL 2000, und Greenpeace, die Plattform gegen Atomgefahr, Mütter gegen Atomgefahr aus Freistadt, atomstopp_atomkraftfrei leben!, die internationale NGO Friends of the Earth (FoE), die Wiener Umweltanwaltschaft, weiters Atomschutzbeauftragte aus den benachbarten Bundesländern Niederösterreich und Burgendland, Wissenschafter vom Institut für Risikoforschung und vom Forum für Wissenschaft und Umwelt und Vertreter der politischen Parteien im Rathaus.

Ulli Sima mit Vertretern von Global 2000 und Greenpeace

Update über Stand der rechtlichen Schritte im Kampf gegen grenznahe AKWs und die gemeinsamen Schritte zum europaweiten Atomausstieg

Diskutiert hat man im zweistündigen Gipfel im Wiener Rathaus über den Stand der rechtlichen Schritte im Kampf gegen die grenznahen Atomkraftwerke, konkret über Mochovce. Wien hat die EU-Kommission geklagt, diese muss sich endlich mit den dramatischen Sicherheitsstandards in Mochovce auseinandersetzen, die Klage liegt derzeit beim Europäischen Gerichtshof. Zentrales Thema waren auch die mangelnde Erdbebensicherheit im Gebiet von grenznahen Atomkraftwerken und die große Frage der Finanzierung bzw. die Kostenwahrheit der Atomkraft.

10-Punkte-Resolution für den Stufenplan zum europäischen Atomausstieg

Geeinigt hat man sich beim Gipfel auf eine gemeinsame Resolution für den Atom-Ausstieg:

  1. Als Sofortmaßnahme muss es ein europaweites Moratorium für AKW-Neubauten geben (inklusive der im Bau befindlichen)
  2. Weiters müssen sämtliche Reaktoren vom Netz, die kein Containment, also keine Schutzhülle, haben
  3. Im nächsten Schritt muss der gesamteuropäische Atomausstieg folgen
  4. Dazu gilt es, die EURATOM-Gelder umzulenken. Die EURATOM-Gelder dürfen nur noch für konkrete AKW-Stilllegungen verwendet werden
  5. Keinesfalls dürfen EURATOM-Gelder – wie bisher- in Laufzeitverlängerungen von Atomanlagen fließen
  6. Die Gelder auf EU-Ebene müssen in die Finanzierung der Erneuerbaren Energien gelenkt werden
  7. Ein verbindlicher Ausstiegsplan österreichischer Energieversorger aus Atomstrom-Importen soll erstellt werden
  8. Die bereits beschlossenen Stresstests sind unserer Meinung nach keinesfalls eine geeignete Lösung der Atom-Problematik. Die angekündigten Stresstests für AKW müssen aber zumindest nach sinnvollen Kriterien von unabhängigen ExpertInnen und NGOs durchgeführt werden und die Ergebnisse müssen verbindlich sind
  9. Die Satzungen der IAEA (Internationale Atomenergiebehörde) müssen dahingehend verändert werden, dass die „Förderung der zivilen Atomwirtschaft“ kein Ziel mehr ist. Österreich soll hier initiativ werden
  10. Die AKW-Betreiber müssen im Falle eines Unfalls für die Folgeschäden in unbegrenzter Höhe haften. AKW-Betreiber müssen dazu eine Versicherung abgeschlossen haben
  • Jürgen Hirsch

    SPÖ Grätzlzentrum Gaudenzdorf/Wilhelmsdorf
    1120; Steinbauergasse 36 BEBEL-HOF Sektion 9

    SPÖ-Meidling Tel. 813 42 54 wien.meidling@spoe.at

    Sektionstreff; Dienstag 19.30 Uhr

    Betrifft: Zur Atomdiskussion
    Werte Umweltstadträtin Ulli Sima!

    mit einigem Umbehagen werden allgemein die Nachrichten und Berichte um die atomaren Verseuchungen durch das japanische Atomkraftwerk aufgenommen. Insgesamt ist die Lage – bezieht Mann/Frau die Ereignisse und die dauerhaften Belastungen durch Tschernobyl und anderer atomarer Konterminierungen mit ein – erschreckend.

    Zumal es auch zusätzlich große konterminierte Sperrgebiete (von Australien, Nevada, Mongolei bis in die Südsee etc.), die ober- und unterirdische Atombombenversuche “ertragen” mußten, gibt. Die zu -zigtausenden menschlichen “Kollateralschäden” führten.

    Jedes Moped, jede betriebliche Maschine, unterliegt für eventuelle Schäden einer “Versicherungspflicht”. Aber Atomkraftwerke, im Schadens- und Krisenfall, scherren aus dieser globalen Schadenshaftung aus. Gewinne werden privatisiert, gigantische Schäden der Allgemeinheit ökonomisch “überantwortet”. Hier wird es notwendig sein für atomare Folgeschäden eine globale grenzüberschreitende Nuklearhaftung mit einem Klagerecht einzumahnen. Mit den dafür notwendigen – vor Schadensanbeginn – verbindlichen Schadensrücklagen.

    Dazu wird es verstärkt notwendig sein öffentliche Aufklärungarbeit – auch mittels Aufkleber und Kunstbeiträgen – zu betreiben.

    Mit freundschaft-lichen Grüssen,

    Jürgen Hirsch
    1120 Wien
    Migazziplatz 8-9/5/15
    Tel. 815 39 88

  • Steiner Willibald

    Hallo! Ich finde es eine Gemeinheit Atomkraftwerke noch zu fördern anstatt alle abzuschalten.Wien ist 160 km von der Gefahr entfernt aber den ATOMMÜLL dann noch in der nähe der Tschechischen Grenze des wunderschönen Waldviertels zu vergraben ist noch eine GRÖßERE FRECHHEIT:Die Atomloby soll sich den verseuchten Müll in IHREN GARTEN vergraben.Mfg.Steiner Willi

  • Dr. Heinz und Dr. Victoria Lunzer

    Liebe Ulli Sima,

    wir unterstützen voll die Bemühungen um Einstellung, Abstellung, Abschaffung der Atomenergie.
    Nur so weiter – warum ist das nicht gleich eine Unterschriftsliste?
    Herzlichen Gruss

    Victoria und Heinz Lunzer

  • http://twitter.com/MRVSIJH Sich.-Ing. J. Hensel

    Guten Tag, ich habe eine Frage: Warum zahlt der Steuerzahler für die Entsorgung von Atommüll der Atomkonzerne die Kosten ?
    Gemäß Artikel 191 (2) des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (ex-Artikel 174 EGV) gilt folgendes:

    Zitat:
    (2)Die Umweltpolitik der Union zielt unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Gegebenheiten in den einzelnen Regionen der Union auf ein hohes Schutzniveau ab. Sie beruht auf den Grundsätzen der Vorsorge und Vorbeugung, auf dem Grundsatz, Umweltbeeinträchtigungen mit Vorrang an ihrem Ursprung zu bekämpfen, ” sowie auf dem Verursacherprinzip.”
    Zitatende

    Warum muss der Steuerzahler für die Kosten der Endlagerung von Atommüll aufkommen und nicht der Verursacher, wie es das Gemeinschaftsrecht fordert ?

    Danke für`s Antworten und/oder Weiterleiten sowie Freundliche Grüsse.
    http://menschenrechtsverfahren.wordpress.com

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