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Anti-Atom-Gipfel in Wiener Rathaus

Gipfel zum europäischen AtomausstiegAm kommenden Montag, dem 4. April, lade ich zu einem großen Anti-Atom-Gipfel ins Wiener Rathaus. Wien kämpft seit vielen Jahren engagiert und auf allen Ebenen gegen grenznahe Atomkraftwerke. Wir wollen nun mit dem Gipfel ein Zeichen setzen und gemeinsam mit den NGOs den europaweiten Atomausstieg vorantreiben.

Geladen sind u.a. NGOs wie GLOBAL 2000, die Plattform gegen Atomgefahr, Mütter gegen Atomgefahr aus Freistadt, atomstopp_atomkraftfrei leben!, die internationale NGO Friends of the Earth (FoE), die Wiener Umweltanwaltschaft, weiters Atomschutzbeauftragte aus den benachbarten Bundesländern Niederösterreich und Burgendland, Wissenschafter vom Institut für Risikoforschung und vom Forum für Wissenschaft und Umwelt und Vertreter der politischen Parteien im Rathaus.

Zentrale Themen wie Erdbebensicherheit, rechtliche Möglichkeiten und die Schritte zum europaweiten Atomausstieg

Konkret will man am Montag über die rechtlichen Möglichkeiten im Kampf gegen die Atomkraft reden, über den Stand der Klage der Stadt Wien gegen die EU-Kommission, den Stand des ESPOO-Verfahrens, die Möglichkeiten eines europaweiten Volksbegehren und vieles mehr diskutieren. Wir ziehen alle am selben Strang und jeder von uns wird seine Möglichkeiten nutzen, um das gemeinsame Ziel – den Ausstieg aus der Atomkraft – zu erreichen. Mein Plan ist es auch beim Gipfel den letzte Woche präsentierten Stufenplan für den europäischen Atomausstieg zu erläutern:

  1. Als Sofortmaßnahme muss es ein europaweites Moratorium für AKW-Neubauten geben (inklusive der im Bau befindlichen)
  2. Weiters müssen sämtliche Reaktoren vom Netz, die kein Containment, also keine Schutzhülle, haben.
  3. Im nächsten Schritt muss der gesamteuropäische Atomausstieg angegangen werden.
  4. Dazu gilt es, die Mittel aus dem EURATOM-Topf umzulenken. Die EURATOM-Gelder dürfen nur noch für konkrete AKW-Stilllegungen verwendet werden.
  5. Keinesfalls dürfen EURATOM-Gelder – wie bisher- in Laufzeitverlängerungen von Atomanlagen fließen.
  6. Die Gelder auf EU-Ebene müssen endlich in die Finanzierung der Erneuerbaren Energien gelenkt werden.

Die dramatischen Entwicklungen im AKW Fukushima und die unabsehbaren Folgen haben in vielen Ländern schon ein Umdenken bewirkt. Wir haben auch auf EU-Ebene starke Verbündete. Nur gemeinsam können wir den europäischen Atomausstieg schaffen. Am Wiener Atomgipfel wünsche ich mir die Verabschiedung einer gemeinsamen Resolution aller Teilnehmer.

  • Goldborg

    Energie, Nahrungsmittel und Gesundheit

    In unserer Zivilisation ist Energie schon längst eine fundamental wichtige Frage geworden wie Wasser und Nahrung oder sogar noch wichtiger! denn wenn man (physikalische) Energie und geeignete Technologie besitzt so kann sich eine Zivilisation Wasser und Nahrung von jeden Punkt der Erde aus den Naturresourcen beschaffen. Somit ist Energie in einer Zivilisation eigenlich noch wichtiger als Nahrung und Wasser. Wir alle brauchen Energie zur Bewegung/Mobilität, Gestaltung und Wohlstand, ansonsten würde siche jede Zivilsation “ad absurduum” führen.

    Es durchdringt dieses Thema eigentlich ALLE (auch politischen) Bereiche unseres Lebens wie Wirtschaft, Arbeit, Gesundheit und Lebensstandard.

    Erschreckend ist dass dieses Thema eigentlich nicht als “wichtigstes” sondern immer “Nebenthema” – als: “Ein Thema von vielen” – bei so gut wie allen politischen Parteien (mehr oder weniger) jahrelang dahindümpelte.

    Bis es zu Katastrophen kommt.

    Dann nimmt das Bewusstsein der Menschheit wieder Notiz in welcher Situation wir uns eigentlich befinden dass wir alle schon lange “Junkies” der vergifteten Energieträger von Erdöl- und Atomenergie geworden sind …….

    und …. ?.

    Mit der Zeit verblasst wieder alles und es geht wieder weiter so wie bisher.

    Diese schleichende wiedereinkehrende Ignoranz sollte unter allen Umständen verhindert werden dem das Schicksal seiner Kinder und der Menschheit ingesamt ein Anliegen ist.

    Dieses gesellschaftlich eminent wichtige Thema darf sich eigentlich auch keine Partei als “Quasi-Monopol” aneignen.

    Bei Lebensmittel ist das kein Thema. Vergiftete Nahrung wird selbstverständlich behördlich aus dem Verkehr gezogen.

    Vergiftete Energieträger nicht.

    Die Energielobby schleudert ihren Dreck und ihre Gifte unterversichert, ungestraft und ohne Entsorgungsgebühren in die Umgebung.

    Energie ist aber ethisch so etwas wie Nahrungsmittel. Deshalb:

    Ausstieg aus “vergifteten” Energieträger – Einstieg in “gesunde” Energieträger.

    Wie könnte das gehen ?

    Die östereichischen politischen Parteien sind “geschlossen” gegen Kernenergie. Das ist gut. Nur – es gibt Worte und
    Worthülsen und jede Menge Ankündigungen aber nichts kongretes.

    So darf ich den leider viel zu früh verstorben SPD Politiker Hermann Scheer zitieren dessen Thesen nun aktueller denn je geworden ist:

    “Angesichts der Größe der Herausforderung ist das kleinmütige Verhalten der Politik gegenüber erneuerbaren Energien geradezu erschütternd.”

    Statt das man sich an jeden Strhlam klammert der da geboten wird, wurden
    meine Vorschläge und Angebot der Hilfe zur Kongertisierung regenartiver Energieträger bisher von allen Entscheidunsgträgern der SPÖ zumindest via Email komplett ignoriert.

    Diese Unterlassungshandlungen demaskieren sich von selbst und man muss zum Bedauern erkennen wie hier “Pallavern” und Notwendigkeiten auseinanderklaffen und wie blamabel und erbärmlich das Verhalten vieler Politker politische Parteien (und leider auch Bürger) diesebzüglich ist.

  • http://www.rtbv.at DDr. Hans Georg Wulz

    Liebe Frau Sima,
    meine hohe Anerkennung für Ihre Arbeit und für Ihr Engagement zur öffentlichen Wahrnehmung des gigantischen Gefahrenpotentials von Atommeilern in Grenznähe zu Österreich.
    Für mich immer wieder erstaunlich ist, auf welch unrationaler und dogmatischer Ebene die Bedrohung durch die Energiegewinnung durch Kernkraft heruntergespielt wird und die Kernindustrie die Öffentlichkeit mit Argumenten von “sauberer und billiger Energie” blendet.
    Immerhin muss unser Land nicht für die endgültige Endlagerung von hochradioaktivem abgebrannten Kernbrennstoffen sorgen. Auf unseren Nachbarn Deutschland kommen hier wegen der sich abzeichnenden Schwierigkeiten in Gorleben und vor allem Asse immense Probleme zu, welche die viel zu optimistisch und populistisch getroffenen Annahmen über Gefährdung und Wirtschaftlichkeit der Kerntechnik in Frage stellen.
    Die Vorstellung, dass bereits ein durchaus realistischer Störfall in einem der uns benachbarten AKWs die Lebensqualität unseres Landes Österreich und auch der Stadt Wien durch radioaktive Verseuchung vermindern bis zerstören könnte, sorgt für eine anhaltende Verstimmung über die provokative Atompolitik unserer Nachbarn. Welch Albtaum wäre es, wenn an unserer Grenze ein Schadensfall einträte wie schon wiederholt weltweit passiert ist.
    Da ich als erfahrener Physiker und Ingenieur recht gut über die Kerntechnik und auch über die Strahlenbelastung am Organismus informiert bin und deren Vor- und Nachteile sowie auch über die ökologischen wie wirtschaftlichen Langzeit-Auswirkungen Bescheid weiss, kann ich bestimmt realistisch das Verhältnis Nutzen und Nachteile einschätzen und beurteilen. Der Vorteil, der uns über den Zeitraum eines Menschenlebens uns Glauben gemacht wird, verpufft zu faktisch Null, wenn man eine Bilanz auch nur über mehrere Generationen macht.
    Glücklicherweise hat Österreich als ein Land, das nicht auf die Enrgiegewinnung durch Kerntechnik angewiesen ist, eine weltweit beneidenswerte Sonderposition.
    Mein Tun und Wirken besteht darin, meine sehr kritische Auffassung gegen die Nutzung der Kernkraft weiterzugeben und ALLE Argumente, pros wie cons best möglich zu vermitteln.

  • http://www.rtbv.at DDr. Hans Georg Wulz

    Noch ein Hinweis: Sachlich fundierte Berichte und aktuelle Informationen über die Schadenssituation in Japan infolge der havarierten

    Noch ein Nachtrag:

    Fundierte Informationen und aktuelle Berichte über die Auswirkungen des Schadenskomplexes in Japan einschliesslich früherer Problemfälle der Kerntechnik finden sich in:

    http://www.spektrumdirekt.de/japan

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