100 Jahre 2. Wiener Hochquellenleitung
Die 2. Wiener Hochquellenleitung feiert heute, 2. Dezember 2010, ihren 100. Geburtstag.
Keine andere Millionenmetropole kann den Luxus bieten, die ganze Stadt mit glasklarem und frischem Hochquellwasser zu versorgen. Täglich leitet sie bis zu 217 Millionen Liter Wasser aus dem steirischen Salzatal im Gebiet des Hochschwab nach Wien. Die Fließzeit des Wassers von der Quelle bis nach Wien beträgt heute etwa 36 Stunden.
Mit dem Bau der rund 180 km langen 2. Wiener Hochquellenleitung waren damals 10.000 Arbeiter beschäftigt. Kaiser Franz Joseph I. eröffnete am 2. Dezember 1910 die 2. Hochquellenleitung mit einem Festakt im Wiener Rathaus.
Die Stadt Wien wird von zwei Hochquellenleitungen mit einer Gesamtlänge von 330 Kilometern flächendeckend mit frischem Wasser aus den steirischen und niederösterreichischen Alpen versorgt. Das Wasser fließt im natürlichen Gefälle nach Wien. Es wird also keine einzige Pumpe und damit keine zusätzliche Energie benötigt, um das Trinkwasser aus den Alpen in die Stadt zu bringen. Ganz im Gegenteil: Das in den Hochquellenleitungen fließende Wasser erzeugt sogar soviel Energie, dass 20.000 Haushalte mit Strom versorgt werden können.
Für die Stadt Wien ist es vorrangig, optimale Bedingungen für den Quellschutz zu schaffen. 220 MitarbeiterInnen der Stadt Wien kümmern sich um den Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Quellengebiete in den niederösterreichischen und steirischen Bergen. Das gesamte von der Stadt Wien bewirtschaftete Quellschutzgebiet ist 32.500 Hektar groß. Die Stadt Wien investiert jährlich 13 Millionen in den Schutz der Quellen. Das städtische Wasserrohrnetz hat eine Länge von über 3.000 Kilometern. Täglich werden in Wien rund 370 Millionen Liter Wasser verbraucht.
































